Deutschland und Marokko wollen ihre wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit ausbauen und die Anwerbung von Fachkräften verstärken. Dies sagte Bundesaussenminister Johann Wadephul auf einer Pressekonferenz in Rabat. Er betonte die Bedeutung des nordafrikanischen Landes als Partner und verwies auf wirtschaftliche Chancen für deutsche Unternehmen.

Johann Wadephul an einer Pressekonferenz in Rabat
JALAL MORCHIDI / KEYSTONE
Wadephul erklärte bei einem Treffen mit seinem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita, es gebe eine «grosse Übereinstimmung in vielen Fragen» sowie «gemeinsame Sicherheitsinteressen». Zudem sagte er: «Wir sehen Marokko als ein wirtschaftliches Powerhouse an, und das bietet eine gute Grundlage für eine weitere Zusammenarbeit.» Beide Seiten streben eine engere Kooperation unter anderem im Automobilsektor, im Energiebereich, im Maschinenbau sowie in der Landwirtschaft an.
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Der deutsche Aussenminister hob insbesondere das Potenzial bei erneuerbaren Energien und der Wasserstoffproduktion hervor. Zugleich verwies er auf den Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland. «Da gibt es ein grosses Potenzial», sagte Wadephul mit Blick auf marokkanische Fachkräfte, etwa im Gesundheits- und Pflegebereich.
Auch Bourita sprach von einer «positiven Dynamik» in den bilateralen Beziehungen. Marokko wolle die Kooperation auf ein «höheres Niveau» heben und warb für zusätzliche Investitionen aus Deutschland.