Der US-Vizepräsident JD Vance hat einen für später in diesem Monat geplanten Besuch in Kenia abgesagt, nachdem Präsident Donald Trump seine Teilnahme am G20-Gipfel in Südafrika gestrichen hatte. Dies teilte die Regierung des ostafrikanischen Landes am Montag mit.
Vance hatte vorgesehen, Kenia, einen der engsten Verbündeten Washingtons in Afrika, nach seiner Teilnahme am G20-Gipfel in Südafrika vom 22. bis 23. November zu besuchen.
Trump erklärte jedoch am Freitag, dass keine US-Beamten am G20-Gipfel teilnehmen würden. Er begründete dies mit angeblichen Menschenrechtsverletzungen Südafrikas gegenüber der weißen Afrikaaner-Minderheit – Vorwürfe, die Südafrika wiederholt zurückgewiesen hat.
Infolgedessen sei Kenia darüber informiert worden, dass auch der Besuch von Vance abgesagt wurde, teilte das kenianische Außenministerium in einer Stellungnahme mit.
Kenia hat erklärt, bis Ende dieses Jahres ein Handelsabkommen mit den USA abschließen zu wollen. In der Mitteilung heißt es weiter, die Absage des Vance-Besuchs werde „die starken und dauerhaften Beziehungen zwischen unseren beiden Nationen nicht beeinträchtigen“.
Der ehemalige US-Präsident Joe Biden hatte Kenia im Jahr 2024 zum wichtigen Nicht-NATO-Verbündeten ernannt. Dennoch sah sich Nairobi in den vergangenen Monaten Kritik von US-Abgeordneten ausgesetzt, da das Land bestrebt ist, die Beziehungen zu China zu intensivieren.
Das Weiße Haus reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage nach einem Kommentar.