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In Uganda hat der amtierende Präsident Yoweri Museveni die Präsidentschaftswahl mit 71 Prozent der Stimmen gewonnen und wird damit eine siebte Amtszeit antreten. Sein schärfster Rivale, der ehemalige Musiker Bobi Wine, erhielt 24 Prozent der Stimmen.
Wine, mit bürgerlichem Namen Robert Kyagulanyi, spricht von Wahlmanipulation. „Die Ergebnisse sind gefälscht und spiegeln nicht wider, was in den Wahllokalen passiert ist“, erklärte er in einer Videobotschaft.
Kurz zuvor hatte er bekanntgegeben, er sei einem Entführungsversuch durch staatliche Sicherheitskräfte entkommen und halte sich nun in einem Versteck auf. Besonders junge Wähler in Uganda unterstützen Wine, der in der Bevölkerung populär ist.

Bobi Wine
Foto: RIAN COPE/AFP
Repressionen und Internetblockade
Kritiker werfen der Regierung vor, Oppositionskandidaten und ihre Anhänger zu unterdrücken. Seit Dienstagabend ist in Uganda das Internet gesperrt und der Zugang zu sozialen Medien blockiert. Journalisten wird zudem untersagt, über Proteste oder Unruhen zu berichten. Das UN-Menschenrechtskommissariat äußerte Besorgnis über diese Einschränkungen.
Für Deutschland ist Uganda ein wichtiger Partner in der Entwicklungszusammenarbeit. Schwerpunkte liegen auf erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und der Landwirtschaft. Uganda exportiert unter anderem Kaffee, Tee und Fisch nach Deutschland, während es Maschinen und chemische Erzeugnisse aus Deutschland importiert.