Die Zeitung „Financial Times“ hatte am Freitag unter Berufung auf Insider berichtet, die Regierung in Washington habe europäische Verbündete wie Großbritannien, Polen, Litauen und Estland vor langen Verzögerungen bei US-Waffenlieferungen gewarnt. Grund dafür sei der Krieg gegen den Iran, der die Bestände aufzehre. Kosiniak-Kamysz hatte Anfang März davor gewarnt, dass ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten die Lieferung von US-Flugabwehrsystemen und anderen Rüstungsgütern an europäische Länder wie die Ukraine und Polen stören könnte. Die Patriot-Systeme gelten als entscheidend für die Stärkung der Raketenabwehr.
Der 81 Jahre alte frühere Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani, befindet sich in kritischem Zustand in einem Krankenhaus. Das schrieb US-Präsident Donald Trump in sozialen Medien über seinen treuen Weggefährten. Giulianis Sprecher Ted Goodman machte der „New York Times“ zufolge keine Angaben zum Grund oder der bisherigen Dauer des Krankenhausaufenthalts. Mehr dazu lesen Sie hier.
Kanzler Friedrich Merz hält es aktuell für unwahrscheinlich, dass die USA die 2024 von Präsident Joe Biden zugesagten Tomahawk-Mittelstreckenraketen an Deutschland liefern. „Wie ich es im Augenblick sehe, gibt es auch aus den USA heraus ganz objektiv kaum eine Möglichkeit, Waffensysteme dieser Art abzugeben“, sagte Merz in der ARD-Sendung „Miosga“, die am Abend ausgestrahlt wird. „Wenn ich es richtig weiß, haben die Amerikaner zurzeit selbst nicht genug.“ Über das Thema werde seit Monaten gesprochen, „bis jetzt ohne Zusage der USA“. Der Zug sei aber noch nicht abgefahren.
Biden hatte Deutschland beim Nato-Gipfel vor zwei Jahren zugesagt, erstmals seit dem Kalten Krieg wieder Mittelstreckenwaffen mit konventionellen Sprengköpfen zur Abschreckung in Deutschland zu stationieren, die bis nach Russland reichen. Für 2026 stellte er die Bereitstellung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk mit einer Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern, Raketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen in Aussicht. Trump hat sich öffentlich bisher nicht zu der damaligen Entscheidung Bidens bekannt, sie aber auch nicht zurückgenommen.
Medienberichten zufolge soll das US-Verteidigungsministerium aber im Zuge der geplanten Reduzierung der US-Truppen in Deutschland um 5.000 Soldaten auch die geplante Stationierung einer Einheit zur Bedienung, Unterhaltung und Wartung der Mittelstreckenraketen zurückgenommen haben.