Auf der Suche nach seltenen Vögeln haben Klaus und Pia Handke im Sommer 2025 die Inseln La Réunion und Mauritius besucht. Wenn die beiden am Dienstag, 27. Januar, um 19.30 Uhr im Kulturhaus Müller unter dem Motto „Auf den Spuren des Dodo“ von ihrer Reise berichten, dann richten sie ihren Fokus insbesondere auf die ungewöhnliche Natur, die durch Besiedlung, Vulkanismus, Zyklone, gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten, intensive Landwirtschaft und Tourismus sehr stark gefährdet ist.

Die Unterschiede zwischen den Inseln sind groß. La Réunion gehört zu Frankreich und damit auch zur EU und lebt sehr stark von Zuwendungen aus dem Mutterland. Internationaler Tourismus spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Landwirtschaftlich punktet die Insel mit vielen Wäldern, hohen Bergen, Talkesseln und aktiven Vulkanen. Mauritius dagegen ist ein eigener Staat, deutlich ärmer und hängt sehr stark vom Tourismus und dem Zuckerrohranbau ab. 60 Prozent der Insel sind von Zuckerrohr bedeckt. Auch die Bevölkerungsdichte ist sehr hoch.

Erfolgreicher Artenschutz

„Während in den Wäldern Réunions einige endemische Arten noch erfreulich häufig sind, ist die Natur in Mauritius nur noch in kümmerlichen Resten vorhanden“, erklärt Klaus Handke. Von den ursprünglichen Wäldern würden lediglich noch zwei Prozent existieren. Gleichzeitig zeige das Beispiel Mauritius aber auch, dass Artenschutzmaßnahmen sehr erfolgreich sein können. So sei es gelungen, viele Arten in buchstäblich letzter Minute durch Aufzuchtprogramme und Prädatorenbekämpfung zu retten oder wieder anzusiedeln.

Neben der Tier- und Pflanzenwelt enthält der Vortrag darüber hinaus zahlreiche Informationen zu Land und Leuten sowie praktische Reisetipps. Der Eintritt kostet neun Euro. Tickets gibt es unter Telefon 0 42 22 / 4 44 44 oder per E-Mail an anmeldung@regiovhs.de.

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