Die Gefahren der Vertreibung haben ihre Situation noch einmal verschärft. Fati hat bereits zwei ihrer Kinder verloren. Jeden Tag sorgt sie sich um die Gesundheit und Zukunft der drei, die ihr noch geblieben sind. „Sie sind noch zu jung“, sagt sie, ohne den Satz zu vollenden.
Lebensrettende Nahrungsmittelhilfe
Seit zwei Jahren ist die monatliche Nahrungsmittelhilfe die wichtigste Lebensader der Familie. Über ein digitalisiertes Gutscheinsystem kann Fati an Verteilungsstellen Lebensmittel einlösen und dabei aus Produkten auswählen, die sie am dringendsten benötigt und die ihre Kinder kennen und mögen. „Ich kaufe Spaghetti, Makkaroni, Pflanzenöl, Erdnüsse, Palmöl, Salz und Reis“, sagt sie. „Ich wähle aus, was ich brauche.“
Die junge Mutter plant jeden Einkauf sorgfältig, um die Lebensmittel über einen so weit wie möglichen Zeitraum zu strecken. „Meistens reichen die Lebensmittelrationen für einen Monat“, sagt Fati. „Wir kochen morgens und nachmittags. Das rettet uns das Leben.“
Die Wirkung ist unmittelbar sichtbar – insbesondere bei ihren Kindern. „Wenn ich meine Kinder füttere, bin ich glücklich, und sie lächeln“, sagt Fati. Doch die Ernährungsunsicherheit bleibt eine allgegenwärtige Sorge. Steigende Preise bedeuten, dass die Hilfe jeden Monat immer ein paar Tage länger reichen muss.