Wochenlange Regenfälle haben im Süden Afrikas für Überschwemmungen gesorgt. Allein in Mosambik starben laut dem Katastrophenschutz 103 Menschen. Betroffen sind auch Simbabwe sowie der Norden Südafrikas – dort zählten die Behörden mindestens 30 Tote. Viele Menschen gelten als vermisst, Hunderttausende flohen vor den Wassermassen. Die südafrikanischen Behörden riefen den nationalen
Katastrophenfall aus. Insgesamt sind seit Beginn der Regenfälle Ende Dezember in Südafrika, Mosambik und Simbabwe mehr als 200 Menschen gestorben.
600 Menschen aus Kruger-Nationalpark gerettet
Die Armee setzte Hubschrauber ein, um Menschen
in Sicherheit zu bringen, die in der Provinz Limpopo auf Dächern oder in
Bäumen Zuflucht gesucht hatten. Sie musste auch Polizisten und
Grenzschutzbeamte von einem Kontrollpunkt an der Grenze zwischen
Südafrika und Simbabwe retten. Aus dem bei Touristen beliebten
Kruger-Nationalpark mussten etwa 600 Menschen in Sicherheit gebracht
werden. Luftbilder und Videos der Parkbehörde zeigen Camps und Hütten, die bis
zum Dach unter Wasser stehen. Der Nationalpark wurde teilweise geschlossen.
Unter den vielen Vermissten ist nach Behördenangaben auch ein südafrikanischer
Kommunalpolitiker, dessen Fahrzeug in der Chókwè-Region im Süden von
den Wassermassen erfasst und weggespült wurde.
Im Nachbarland Mosambik wurden laut dem Welternährungsprogramm mehr als 70.000 Hektar Anbaufläche
überflutet, darunter Flächen mit Reis und Mais. Laut dem UN-Welternährungsprogramm WFP ist dadurch der Zugang zu Lebensmitteln für Tausende Kleinbäuerinnen und -bauern gefährdet.
Wassermassen spülen Krokodile in Wohngebiete
Eine zusätzliche Gefahr geht von Reptilien aus.
Eine Behördenvertreterin in Chibuto im Süden Mosambiks sprach von zwei Toten nach Krokodil-Attacken. Drei weitere Menschen seien bei dem
Vorfall im Ort Chaimite verletzt worden. Die Reptilien würden durch die
Wassermassen in bewohnte Gebiete vordringen.
© Lea Dohle
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Mosambik liegt am Indischen Ozean und wird zu
Jahresbeginn regelmäßig von Zyklonen heimgesucht, die oft schwere
Verwüstungen anrichten. Es gilt als stark betroffen von Extremwetter:
Laut einem Weltbank-Bericht wurde das Land im Zeitraum zwischen 1980 und
2022 von 28 Zyklonen, 20 schweren Überschwemmungen und 15 Dürreperioden
geplagt.
Unwetter im Süden Afrikas
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