Ammen-Dornfinger-Spinne | Bild: mauritius images / Kevin Prönnecke / imageBROKER

Ammen-Dornfinger
Die Giftklauen der Ammen-Dornfinger sind kräftiger als die der Kreuzspinne, ein Biss ist unangenehm. Der Ammen-Dornfinger lebt aber eher sehr zurückgezogen. Männchen und Weibchen teilen sich die Aufzucht der Nachkommen, deswegen auch der Name.

Ist die Kreuzspinne giftig?

Nein, deutliche Entwarnung: Kreuzspinnen sind für den Menschen nicht gefährlich. Es gibt bei uns in Deutschland über 50 verschiedene Arten und viele der Spinnen sehen schon beeindruckend aus mit dem großen Hinterleib und der deutlichen Kreuzzeichnung. Aber: Es gibt keinen Grund, vor Kreuzspinnen Angst zu haben, denn: „Menschliche Haut können ihre Klauen meist gar nicht durchbohren und wenn, dann ist das Gift der Kreuzspinnen völlig ungefährlich; es führt schlimmstenfalls zu einer einem Mückenstich vergleichbaren Reaktion“, so der Bund Naturschutz.

Ammen-Dornfinger – wie giftig ist die Dornfingerspinne?

Diese Spinne ist aus dem Süden zu uns eingewandert. Sie besitzt kräftigeres Beißwerkzeug als die Kreuzspinne und kann ihr Gift dem Menschen injizieren. Meist ist ihr Biss vom Schmerz her mit einem Wespenstich vergleichbar, in Ausnahmefällen kann die Bisstelle aber stark anschwellen und von Schüttelfrost, Kreislaufversagen, Erbrechen begleitet werden. Dann heißt es: Sofort zum Arzt oder zur Ärztin. Eine Begegnung mit einem Ammen-Dornfinger ist aber extrem selten, weil das Tier nur nachtaktiv und, so die Tierschützer vom NABU, „geradezu schüchtern“ ist. Man müsse ihr arg zusetzen, bis sie sich mit einem Biss wehrt.

Wie kommen die Ammen-Dornfinger zu ihrem Namen?

Wie das Wort „Amme“ in den Namen der Ammen-Dornfingerspinne kommt, das erklärt Biochemiker und Zoologen Tim Lüddecke, der diese Spinnenart erforscht: „Sobald sie sich gepaart haben, bauen Männchen und Weibchen zusammen so ne Art Ei-Kokon. Da wohnen sie quasi als Wohngemeinschaft zusammen, legen dann ein Gelege und hören auf zu jagen. Ab diesem Zeitpunkt leben die Tiere nur noch zusammen und verteidigen ihr Gelege gegen potenzielle Angreifer. Und das ist eben völlig anders als bei anderen Spinnen.“

Mehr dazu hörten Sie am Donnerstag, 5. Februar, im Bayern 1 Nachmittag mit Susanne Rohrer.

Auch, wenn sie groß und kräftig ist, und obwohl sie viele Menschen mit Spinnenphobie mit Angst erfüllt: Die Hauswinkelspinne ist wirklich völlig harmlos.

Ist eine Kreuzotter giftig?

Ja, das ist sie. Die Kreuzotter, gut erkennbar an ihrem dunklen Zick-Zack-Band auf dem Rücken und den schlitzartigen Pupillen, ist eine der beiden Giftschlangen-Arten, die in Deutschland leben. Die giftige Aspisviper kommt nur noch im Südschwarzwald vor und ist vom Aussterben bedroht.

Wann beisst eine Kreuzotter?

Das tut sie sehr selten und nur, wenn sie sich in Bedrängnis sieht. Die Kreuzotter ist eine scheue Schlange und zieht sich normalerweise zurück, wenn sie Bodenerschütterungen – durch menschliche Schritte zum Beispiel – wahrnimmt. Wenn man aber versehentlich auf sie tritt oder sie reizt, kann es sein, dass sie aus Notwehr zubeisst.

Wie häufig ist der Biss einer Kreuzotter?


Kreuzottern sind in Deutschland selten geworden. | Bild: mauritius images / Kevin Sawford / imageBROKER

Graue Kreuzotter mit dem typischen Zick-Zack-Muster auf dem Rücken

Der Giftnotruf München verzeichnet jährlich zwischen 20 und 25 Bisse durch Kreuzottern. Die Vipern-Art ist selten geworden, sie steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und das in allen deutschen Bundesländern. Begegnungen mit ihr sind daher auch immer seltener.
Die Kreuzotter gibt außerdem nicht bei jedem Biss Gift ab: In einem Drittel der Bisse kommt gar kein Gift in die Wunde.

Wie gefährlich ist ein Kreuzottern-Biss für den Menschen?

Ihr Biss ist in den meisten Fällen für einen gesunden, erwachsenen Menschen nicht lebensgefährlich. Das Gift der Kreuzotter kann aber vor allem für kleinere Kinder bis sechs Jahre und ältere oder vorerkrankte Menschen kritisch sein. Unser Experte, Prof. Dr. Florian Eyer, Chefarzt der Toxikologie am Klinikum Rechts der Isar in München und Leiter des Giftnotrufs, sagt dazu: „Kreuzottern haben ein sehr potentes Gift. Es können allergische Reaktionen auf einen Biss auftreten. Das können extreme Schwellungen sein, Atemnot, Kreislaufbeschwerden bis hin zum allergischen Schock.“

Kreuzotter-Biss – was ist zu tun?

Oberste Regel: Nach einem Biss die betroffene Stelle nicht mehr bewegen, denn dadurch könnte sich das Gift im Körper verteilen und die Beschwerden verschlimmern.

Wenn man zum Beispiel beim Wandern in den Bergen gebissen wird, tut man am besten Folgendes: „Ruhe bewahren und mit dem Handy einen Notruf absetzen. Steigen Sie nicht ab und bleiben Sie an Ort und Stelle“, so Eyer. Außerdem: Wunde ruhig stellen und wenn möglich kühlen.

Auf keinen Fall tun: Bisstelle abbinden, versuchen, das Gift auszusaugen.

Giftnotruf Bayern

Das ist die Telefonnummer des Giftnotrufs Bayern, die für Notfälle 24 Stunden erreichbar ist: 089/19240

Ist das Petermännchen giftig?

Ja. Das Petermännchen ist eines der giftigsten Tiere in Europa und wird wegen seines Gifts auch „Kreuzotter des Meeres“ genannt. Der Kontakt mit den Giftstacheln eines Petermännchens kann sehr schmerzhaft sein. Der Fisch kommt in Nord- und Ostsee vor, aber auch im Atlantik, im Schwarzen Meer und im Mittelmeer. Die Giftstacheln sitzen an Rücken- und Seitenflossen. Am Kiemendeckel hat das Petermännchen außerdem einen Dorn mit Giftdrüsen.

Begegnungen mit dem Fisch, der sich im Frühling und im Sommer gern in Küstennähe in flachem Wasser im Sand oder Kies eingräbt, können in seltenen Fällen auch lebensgefährlich sein. Aufgeschreckte Petermännchen greifen auch gern mal an.

Petermännchen Stich Symptome

Das sind die Symptome eines Petermännchen-Stichs: Rötung und Schwellungen rund um den Stich, absterbendes Gewebe (Nekrose) an der Stichstelle sowie in schweren Fällen Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen oder allergischer Schock. Wird man von einem Petermännchen erwischt, gilt, ähnlich wie beim Biss einer Kreuzotter, so Prof. Dr. Florian Eyer: „Alarmieren Sie am besten die Rettungskräfte vor Ort. Eventuelle Stacheln müssen vom Arzt entfernt werden, manchmal sieht man sie nicht mit bloßem Auge.“ Das Gift des Petermännchens ist hitzeinstabil, die Eiweiße des Gifts zerfallen ab Temperaturen von 40 Grad. Deswegen wird die Stichstelle lokal mit Hitze behandelt. Wie auch bei Kreuzotterbissen muss unbedingt auf einen aktuellen Tetanusschutz geachtet werden.

Ist das Petermännchen ein Speisefisch?

Als Speisefisch gilt das große Petermännchen als sehr schmackhaft. Beim Kauf eines Petermännchens, zum Beispiel auf einem Fischmarkt, sollte man darauf achten, dass alle Giftstacheln entfernt wurden. Angler und Anglerinnen sollten den Fisch nur mit geeigneten Handschuhen anfassen.

Wie giftig sind Feuerquallen?


Eine Kompassqualle aus der Familie der Feuerquallen liegt auf einem Sandstrand | Bild: mauritius images / Arterra Picture Library / Alamy / Alamy Stock Photos

Auch die Kompassquallen besitzen Nesselarme – der Kontakt mit ihnen kann schmerzhaft sein. Sie kommt in der Nordsee vor, in der Ostsee nicht.

In Nord- und Ostsee leben verschiedene Arten von Feuerquallen und Nesselquallen. Und das kann beim Schwimmen zu schmerzhaften Begegnungen führen. Wer von den Tentakeln der Quallen mit den giftigen Nesselzellen gestreift wird, hat meist nicht nur sehr intensive, brennende Schmerzen, sondern dessen Haut reagiert mit Rötungen, Schwellungen bis hin zu verbrennungsartigen Reaktionen. Manche Menschen können auf die Nesselkapseln der verschiedenen Feuerquallenarten wie der Gelben Haarqualle allergisch reagieren. In seltenen Fällen können auch Übelkeit, Erbrechen, Atemnot oder Kreislaufbeschwerden auftreten.

Welche gefährlichen Quallen gibt es in der Nordsee?

In der kälteren und tieferen Nordsee kommen zahlenmäßig weniger Quallen vor als in der Ostsee. Nesselnde Quallen, die in der Nordsee leben, sind die Kompassqualle sowie die beiden Feuerquallen-Arten Gelbe Haarqualle und Blaue Nesselqualle. In der Ostsee hat man es nur mit der Gelben Haar- oder Nesselqualle als einziger nesselnder Art zu tun.

Was tun bei einem Quallenstich?

Bei einem Quallenstich sollten Schwimmerinnen und Schwimmer das Wasser sofort verlassen. Auf keinen Fall versuchen, die Nesselkapseln mit Süßwasser abzuspülen oder mit einem Handtuch abzureiben, das lässt noch mehr Nesselkapseln platzen. Die betroffenen Hautstellen am besten mit Sand bedecken, den Sand antrocknen lassen und dann vorsichtig mit einem Messerrücken, einer Plastikschaufel oder einer EC- oder Kreditkarte abschaben. Das empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Lebensrettung (DLRG) für Quallenstiche an Nord- oder Ostsee.
Anders als bei tropischen Quallen sollte man die Quallenstiche nicht mit Essig behandeln. Oft wird auch geraten, die Hautstellen mit Rasierschaum zu bedecken, fünf Minuten zu warten und dann den Rasierschaum vorsichtig abzuschaben.

Sind Feuersalamander giftig?

Für Hunde und Katzen oder auch für Fressfeinde der Amphibien ist das Sekret der Feuersalamander giftig, auf Menschen wirkt es stark schleimhautreizend. Bei Kindern kann ein Kontakt damit auch starke Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Alle Feuersalamander-Arten in Deutschland stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Feuersalamander können über Haut- und Ohrendrüsen ein giftiges Sekret absondern. Wenn die Tiere im Stress sind, können sie das Sekret auch verspritzen.

Eichenprozessionsspinner – wie giftig sind sie?


Mehrere Eichenprozessionsspinner auf einem Ast | Bild: mauritius images / Kreutzer / imageBROKER

Große Gesundheitsgefahr durch kleine Raupen, das klingt übertrieben? Ist es nicht: So gefährlich sind die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner und das können sie beim Menschen anrichten.

Lachende Tiere

Sie werden überrascht sein, wie viele Tiere tatsächlich lachen können und welche Funktion das Lachen in der Tierwelt hat: Diese Tiere können lachen.

Wenn Sie unsere Service-Tipps immer direkt auf Ihr Handy bekommen wollen, abonnieren Sie doch gleich hier unseren Bayern 1 WhatsApp Kanal.