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Uns auf Google folgen406 Familien wurden bei der Aktion von Pro Ukunda um Ilonka Remmert (im Kreis) aus Rhynern mit Lebensmitteln versorgt.Über 400 Lebensmittelpakete wurden bei der Aktion von Pro Ukunda um die Vorsitzende Ilonka Remmert aus Rhynern (Foto im Kreis) an Familien aus Ukunda in Kenia verteilt. © Andreas Rother/Pro Ukunda

Der Verein Pro Ukunda aus Hamm hat so viele Lebensmittelpakete wie nie verteilt. Die Schülerzahl steigt an der Bongwe Primary School im anfrikanischen Kenia stetig, vor allem auch dank einer Frau aus Rhynern.

Hamm – Als besonderes „Weihnachtsgeschenk“ wurden Hunderte Familien rund um die Bongwe Primary School im kenianischen Ukunda mit dringend benötigten Lebensmitteln versorgt.

Dank zahlreicher Spenden aus Deutschland stellte der Verein Pro Ukunda um Ilonka Remmert aus Rhynern insgesamt 406 Lebensmittelpakete zusammen – so viele wie noch nie zuvor. Hintergrund ist die seit 2024 weiter gestiegene Schülerzahl.

Die Freude über die Spendenpakete war riesig. Die Freude über die Spendenpakete war riesig. © Pro Ukunda

Die wachsende Zahl von Kindern ist nach Angaben von Vereinsvorsitzender Ilonka Remmert kein Zufall: „Weil die Schule so gut von uns versorgt wird, entscheiden sich immer mehr Eltern dafür, ihre Kinder hier anzumelden.“ Im Januar begann in Ukunda das neue Schuljahr, und die Schule stößt erneut an ihre Kapazitätsgrenzen. Aktuell werden daher 50 neue Schulbänke benötigt, die derzeit geschreinert werden.

Weil die Schule so gut von uns versorgt wird, entscheiden sich immer mehr Eltern dafür, ihre Kinder hier anzumelden.

Die Vorbereitung der Weihnachtshilfe war eine echte Gemeinschaftsleistung: Köchinnen, Hausmeister, Lehrerkollegium und sogar Handwerker packten mit an. Bereits Anfang Dezember wurden Zucker, Reis und Bohnen aus großen, kostengünstigen Säcken in kleinere Portionen umgefüllt. Mehl und Öl waren zuvor bereits in passenden Verpackungseinheiten eingekauft worden. Anschließend konnten die vollständigen Pakete zusammengestellt werden.

Jedes Paket enthält Grundnahrungsmittel, die für viele Wochen reichen

Jedes Paket enthält Grundnahrungsmittel für mehrere Wochen: zwölf Kilogramm Maismehl, acht Kilogramm Weizenmehl, acht Kilogramm Reis, vier Kilogramm Zucker, vier Kilogramm Bohnen sowie zwei Liter Speiseöl. Je nach Familiengröße reicht diese Unterstützung für vier bis sechs Wochen.

Die Ausgabe fand auf dem Schulgelände statt. Von morgens bis abends wurden die Lebensmittel verteilt. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, waren die Eltern zu gestaffelten Zeiten eingeladen worden. Die Ausgabelisten wurden systematisch abgearbeitet, koordiniert von einem Mitarbeiter, der die Aktion vor Ort begleitete.

Versorgt wurden die Eltern aller Kinder der Bongwe School – von der ersten bis zur neunten Klasse einschließlich der Kindergartenkinder. Insgesamt profitieren damit die Familien von rund 700 Kindern. Auch das Lehrerkollegium, die Köchinnen und die Handwerker, die bei Vorbereitung und Ausgabe geholfen hatten, erhielten Lebensmittelpakete.

Neben der Weihnachtshilfe lief auch das bewährte Frühstücksprojekt weiter. Da in den Ferien nicht gekocht werden darf, erhielten im November und Dezember erneut rund 350 Kinder täglich ein Frühstück auf dem Schulgelände. Brot, Obst und Milch wurden vom Hausmeister, den Köchinnen und dem Lehrerkollegium eingekauft und verteilt.

Hilfsaktion in Kenia: Viele Dankesnachrichten von Eltern, Schülern und Lehrkräften

Die Resonanz vor Ort war überwältigend. In zahlreichen Dankesnachrichten äußerten Eltern und Lehrkräfte ihre Freude. Eine WhatsApp-Nachricht an Ilonka Remmert bringt die Stimmung auf den Punkt: „Das war heute der tollste Tag dieses Schuljahres für alle Schüler, Eltern und auch für uns Lehrer. Alle sind so glücklich. Danke an alle nach Deutschland, die das möglich gemacht haben!“

Ausgelöst wurde die große Spendenbereitschaft unter anderem auch durch einen Bericht unserer Zeitung über die Arbeit von Ilonka Remmert. Mit ihrem Verein Pro Ukunda unterstützt sie seit Jahren Bildungs- und Ernährungsprojekte in Kenia. Die aktuelle Aktion zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltig Hilfe wirken kann – und wie sehr sie Zukunft schafft: mit vollen Mägen, neuen Schulbänken und immer mehr Kindern, die lernen wollen. Weitere Informationen gibt’s im Internet auf der Seite www.pro-ukunda.net.