Vereine wollen Partnerschaften eigenständig weiterpflegen

Vertreter der Nebelschützer Vereine verwiesen darauf, dass es auch in den letzten Jahren weiterhin Kontakte – insbesondere nach Benin – gegeben habe. Sie kündigten an, die Beziehungen unabhängig von den offiziellen Verträgen aufrechtzuerhalten. „Wir wollen die Partnerschaften mit Leben erfüllen, auch wenn es derzeit schwieriger ist“, hieß es aus Vereinskreisen.

Die Vereine verließen nach der Abstimmung enttäuscht die Sitzung. Einige Gemeinderäte hatten zuvor vorgeschlagen, die Verträge ruhen zu lassen, statt sie endgültig zu beenden – ein Vorschlag, der keine Mehrheit fand.

Offene Fragen zur Zukunft der internationalen Beziehungen

Im Nachgang wurde kritisiert, dass die Tagesordnung der Sitzung nicht angepasst wurde, um die Stellungnahmen der Vereine und Bürger vor der Abstimmung ausführlicher zu behandeln. Gemeinderat Frank Domsch hatte diesen Vorschlag zu Beginn gemacht.

Ob die Gemeinde in Zukunft neue Formen internationaler Zusammenarbeit sucht oder sich stärker auf regionale Kooperationen konzentriert, bleibt offen. Zufrieden waren nach der Sitzung weder die Gemeinderäte noch die Vertreter der Vereine.