Erstmals seit dem Heim-Turnier 2010 nimmt Südafrika im kommenden Jahr wieder an einer WM-Endrunde teil. Ein Dank von Bafana Bafana ging auch an Osimhen, der den bis dato Gruppenersten Benin praktisch im Alleingang bezwang und „seine“ Super Eagles – auch aufgrund einer besonderen Regelung – in die Play-offs katapultierte.

Sorgte für den Treffer zum 3:0: Evidence Makgopa.
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In der Gruppe C der WM-Qualifikation in Afrika kam es am letzten Spieltag zum Showdown zwischen drei Teams um den Gruppensieg. Während mit Benin und Nigeria der Erste und der Dritte direkt aufeinandertrafen, duellierte sich Benins ärgster Verfolger Südafrika mit Ruanda – und es lief von Beginn an alles für Bafana Bafana.
Denn erst brachte Osimhen Nigeria in Uyo in Führung (3.), ehe nur zwei Minuten später im Parallelspiel in Mbombela Mbatha das 1:0 für Südafrika erzielte. Der Sechser nagelte den Ball aus rund 18 Metern oben rechts ins Kreuzeck – prompt führte sein Land in der Blitztabelle die Gruppe an. Als dann auch noch vor der Halbstundenmarke Vorlagengeber Appollis ebenfalls in die gleiche Ecke traf (26.), hing die erste WM-Teilnahme Südafrikas seit dem Heimturnier 2010 eigentlich nur noch vom Parallelspiel ab.
Nigerias letztes Gruppenspiel
Doch lange musste Bafana Bafana nicht mehr zittern: Osimhen stellte mit zwei weiteren Treffern – in der 37. und 51. Minute – schon kurz nach Wiederanpfiff auf 3:0 für Nigeria. Dementsprechend waren beide Partien schon frühzeitig vorentschieden. Trotzdem legten Nigeria und Südafrika nochmal nach: Makgopa erzielte den 3:0-Endstand für Südafrika (72.) und Oneyka setzte in der Nachspielzeit gegen Benin den Schlusspunkt zum 4:0 (90.+1).
Dadurch buchten die Südafrikaner das Ticket, obwohl sie eine Qualifikationspartie am Grünen Tisch verloren hatten: Beim 2:0 im März gegen Lesotho wirkte der eigentlich gelbgesperrte Mokoena mit, sodass das Spiel nachträglich mit 0:3 gewertet worden war.
Rohrs WM-Traum mit Benin platzt
Freuen durften sich auch die Super Eagles, die sich auf den letzten Drücker als einer der vier besten Gruppenzweiten in die Play-offs retteten. Dabei profitierten sie allerdings von einer besonderen Regelung. Da durch den Rückzug Eritreas die Gruppe E nur aus fünf Teilnehmern besteht, werden in den Sechsergruppen die Ergebnisse der Gruppenzweiten mit den Letzten nicht in den Vergleich aufgenommen. Nigeria verliert anders als andere Gruppenzweite „nur“ zwei Punkte – die Westafrikaner trennten sich zweimal mit 1:1 von Schlusslicht Simbabwe – und darf somit weiter von der WM träumen.
Im Halbfinale der Play-offs trifft das Team von Trainer Erik Chelle als schlechtester Gruppenzweiter auf den besten Gruppenzweiten Gabun, das der Elfenbeinküste das direkte Ticket überlassen musste. Im anderen Halbfinale duelliert sich Kongo, das hinter Senegal Zweiter in der Gruppe B wurde, mit Kamerun.
Für Benin hingegen platzte der Traum von der ersten Endrunden-Teilnahme. Die Eichhörnchen, die der deutsche Trainer Gernot Rohr betreut, wirkten in ihrem wohl wichtigsten Spiel der Fußball-Geschichte schlichtweg zu nervös.