Airbus verliert Auftrag in Bangladesch an Boeing, während AirAsia 150 A220 bestellen will. Lieferengpässe belasten die Quartalszahlen.
Aufträge in dreistelliger Höhe winken in Asien, während in Bangladesch die Geopolitik einen Strich durch die Rechnung macht. Bei Airbus prallen derzeit massive Expansionschancen und harte operative Realitäten aufeinander. Der europäische Flugzeugbauer kämpft an mehreren Fronten um Marktanteile und belastbare Lieferketten.
Ein Großauftrag steht offenbar kurz vor dem Abschluss. Branchenkreisen zufolge plant AirAsia den Kauf von rund 150 Maschinen des Typs A220. Für das kleinste Modell der Europäer wäre dies ein enormer Schub. Airbus hatte das Programm 2018 übernommen und arbeitet seitdem an der Profitabilität in diesem regionalen Segment.
Geopolitik kostet Aufträge
In Südasien musste der Konzern indes eine bittere Niederlage einstecken. Biman Bangladesh Airlines entschied sich Ende April für Boeing und bestellte 14 neue Flugzeuge. Den Ausschlag gab dabei keine technische Überlegenheit, sondern ein Handelsabkommen. Die USA senken im Gegenzug Zölle auf Textil-Exporte aus Bangladesch.
Airbus warb noch Anfang Mai für eine gemischte Flotte. Die Regierung in Dhaka signalisierte zumindest Gesprächsbereitschaft für künftige Käufe. Parallel dazu treibt der Flugzeugbauer seine Expansion in Afrika voran. Ein neues Abkommen mit Nigeria soll die dortige Luftfahrtinfrastruktur ausbauen. Der Kontinent benötigt laut Unternehmensprognosen in den nächsten zwei Jahrzehnten fast 1.500 neue Maschinen.
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Lieferketten bremsen das Wachstum
Abseits der Vertriebserfolge drücken operative Probleme auf die Bilanz. Im ersten Quartal übergab Airbus lediglich 114 Jets an Kunden. Der Umsatz sank infolgedessen auf 12,7 Milliarden Euro. Auch der operative Gewinn schrumpfte deutlich.
Das Management macht dafür vor allem fehlende Triebwerke von Pratt & Whitney verantwortlich. Auch administrative Hürden in China verzögerten Auslieferungen, sind aber mittlerweile gelöst. An den Jahreszielen rüttelt der Vorstand nicht. Etwa 870 Auslieferungen bleiben das Maß der Dinge für 2026.
An der Börse spiegelt sich die operative Anspannung wider. Die Aktie schloss am Dienstag bei 43,40 Euro und liegt seit Jahresbeginn zweistellig im Minus. Ein RSI-Wert von 10,9 signalisiert dabei eine extrem überverkaufte Situation.
Ein prall gefülltes Auftragsbuch mit über 9.000 Maschinen federt kurzfristige Schwankungen ab. Um die Jahresprognose von 7,5 Milliarden Euro operativem Gewinn zu erreichen, muss das Management nun die Engpässe in der Endmontage zügig auflösen.
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