Frühere Credit-Suisse-Mitarbeiterin wegen Geldwäscherei angeklagt

Eine ehemalige Angestellte der Credit Suisse muss sich wegen Kreditvergaben an mosambikanische Staatsunternehmen verantworten. Die Bank weist die Schuld von sich.

Publiziert: 01.12.2025, 11:38

Credit Suisse Firmenlogo auf der Fassade der Hauptverwaltung am Paradeplatz in Zürich, Schweiz, anlässlich der Übernahme durch UBS im Jahr 2007.

Die Bundesanwaltschaft wird der Credit Suisse und der UBS vor, die Straftat nicht verhindert zu haben.

Foto: Imago

Eine Mitarbeiterin der Credit Suisse ist in Zusammenhang mit Kreditvergaben an mosambikanische Staatsunternehmen angeklagt worden. Der CS und dem Nachfolgeunternehmen UBS wird vorgeworfen, die Straftat nicht verhindert zu haben, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte.

Im Zentrum der Anklage steht die Beendigung einer Geschäftsbeziehung durch die CS und die deshalb erfolgten Abflüsse von mutmasslich deliktischen Geldern ins Ausland, ohne dass die CS oder ihre Muttergesellschaft eine Verdachtsmeldung an die Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) erstatteten, heisst es in der Mitteilung weiter. Gegen eine weitere Mitarbeiterin der damaligen CS stellte die Bundesanwaltschaft das Strafverfahren ein.

Die besagte Geschäftsbeziehung stand im Zusammenhang mit Kreditgeschäften im Umfang von total über 2 Milliarden US-Dollar, welche die Credit-Suisse-Finanzgruppe im Jahr 2013 mit drei mosambikanischen Staatsunternehmen tätigte und die 2016 als sogenannter «Mosambik-Schuldenskandal» bekannt wurden.

In einer Stellungnahme weist die Bank jegliche Verantwortung von sich, weil es eine Altlast der CS sei. Eine UBS-Sprecherin sagt: «Wir weisen die Schlussfolgerungen der Bundesanwaltschaft entschieden zurück und werden unsere Position mit Nachdruck verteidigen.»

Die Moçambique-Affäre

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