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In einem Resort in Kenia taucht ein Nilpferdbaby ohne Mutter auf. Was danach mit Bumpy passiert, sorgt weit über Afrika hinaus für Aufmerksamkeit.

Erst Timmy, jetzt Bumpy. Nach dem letzten Internetliebling unter den Tiergeschichten rückt erneut ein Wildtier in den Fokus, das ohne Hilfe kaum eine Chance gehabt hätte. In einem Resort am Oloiden See bei Naivasha in Kenia wird Anfang Mai ein mutterloses Nilpferdbaby entdeckt. Was als dramatische Szene beginnt, entwickelt sich zu einer Tierrettung, die zum globalen Social-Media-Thema wird.

NilpferdbabyNilpferdbaby Bumpy ist jetzt in Sicherheit. (Symbolbild) © Thomas Zimmermann/Imago

Verantwortlich dafür ist nicht nur der Einsatz vor Ort, sondern auch die Art, wie er dokumentiert wird. Der Sheldrick Wildlife Trust, eine in Kenia etablierte Organisation für verwaiste Wildtiere, und das Team des Kenya Wildlife Service begleiten jeden Schritt. Aus einem Notfall an einem Hotelgewässer wird eine solche Geschichte über moderne Wildtierpflege und darüber, wie ein Nilpferdbaby die Aufmerksamkeit von Menschen weit über Afrika hinaus gewinnt.

Wie Helfer in Kenia ein verwaistes Nilpferdbaby fanden und aus einer Notlage retteten

Die Rettung beginnt am 2. Mai 2026. Gäste des Oloiden Resorts am See bei Naivasha melden ein Nilpferdbaby, das ohne Mutter unterwegs ist. Daraufhin rücken Tierärzte und Wildhüter des Kenya Wildlife Service an. In der Nähe des Wassers finden sie die tote Nilpferdkuh. Nach Angaben des Sheldrick Wildlife Trust spricht vieles für einen Revierkampf am Vortag, bei dem das Muttertier vermutlich versucht hat, sein Junges zu verteidigen.

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In den Berichten des Trusts heißt es, Bumpy habe dicht bei seiner Mutter ausgeharrt und sie immer wieder mit der stumpfen Schnauze angestoßen, als solle sie aufstehen. Für die Fachleute ist sofort klar, wie ernst die Lage ist. Ein so junges Nilpferd ist ohne Muttermilch und Schutz praktisch chancenlos. Deshalb holen sie das Tier aus dem Resort heraus und bringen es nicht zurück ins Wasser, sondern in die Obhut einer spezialisierten Station. Dass Bumpy dort landet, gilt als Glücksfall in einer Zeit, in der soziale Medien auch den illegalen Handel mit Wildtieren befeuern.

Vom Fund in Naivasha bis Kalaku: So startet Nilpferdbaby Bumpy in sein neues Leben in Obhut

Zunächst wird Bumpy vor Ort beruhigt und in eine auffällige rote Decke gewickelt. Auf späteren Fotos ist diese Decke fast so präsent wie das Nilpferdbaby selbst. Von Naivasha aus geht es in die Nairobi Nursery des Sheldrick Wildlife Trust. Dort werden normalerweise verwaiste Elefanten und andere junge Wildtiere versorgt. Bumpy verbringt seine erste Nacht dort unter ständiger Beobachtung, bekommt regelmäßig Milch aus der Flasche und sucht die Nähe von Pfleger Simon, an dessen Seite er nach Angaben des Trusts einschläft.

Schon am nächsten Morgen folgt der nächste Schritt. Ein Hubschrauber bringt Bumpy nach Kalaku, wo er längerfristig betreut werden soll. Während des Flugs bleibt das Nilpferdbaby laut dem Trust erstaunlich ruhig. In Kalaku bekommt Bumpy einen festen Tagesablauf mit Fütterungen, Ruhephasen und viel Zeit im Wasser. Langfristig möchten die Tierschützer ihn schrittweise an andere Nilpferde in der Region heranführen. Auch interessant: In den vergangenen Wochen sorgte die Rettung von Wal Timmy für viel Aufsehen.

Parallel dazu teilt der Sheldrick Wildlife Trust Fotos und Videos von Bumpy auf X, dem früheren Twitter. In einem Clip liegt das Jungtier dicht an Pfleger Joseph und wirkt entspannt. Nutzer kommentieren etwa: „Er weiß jetzt, dass er in Sicherheit ist“ oder nennen Bumpy „das Süßeste“ in ihrer Timeline. Während das Nilpferdbaby im Netz Mitgefühl auslöst, sorgen Nilpferde andernorts für Probleme. In Kolumbien bedrohen inzwischen Dutzende Tiere die heimische Flora und Fauna – der Grund hat mit Pablo Escobar zu tun.