Das wenige Tage alte Nilpferd Bumpy wurde in Kenia gerettet. Nun kümmern sich Tierpfleger rund um die Uhr um den Waisen.Sheldrickwildlifetrust.org
Als Mitarbeitende des Kenya Wildlife Service (KWS) das erst wenige Tage alte Nilpferdbaby entdeckten, klammerte es sich verzweifelt an seine tote Mutter in einem See in Kenia. Das Team des KWS rettete das Kalb und brachte es anschließend zur Pflege in die Obhut der Tierschutzorganisation Sheldrick Wildlife Trust. Bilder in den sozialen Medien zeigen den kleinen Waisen, der inzwischen den Namen Bumpy erhalten hat, eng an seine Retter geschmiegt – bei Tag und bei Nacht.
Die Bergung des Kalbs aus dem Wasser gestaltete sich schwierig, da es sich nicht von seiner toten Mutter lösen wollte. Schließlich trafen die Rettungskräfte die schwere Entscheidung, den bereits verwesenden Körper der Mutter als eine Art Anker zu nutzen, um das Jungtier sicher erreichen zu können.
Das Nilpferdbaby wollte sich zunächst nicht von seiner Mutter lösen.Sheldrickwildlifetrust.org
Bumpy geht ins Wasser – aber nie allein
Nach seiner Rettung verbrachte das Nilpferdbaby seine erste Nacht in einer Aufzuchtstation in der Hauptstadt Nairobi. Dort wurde es mit Milch versorgt und in Decken eingewickelt. Der Sheldrick Wildlife Trust berichtet, Bumpy habe «offensichtlich dringend Trost und Nähe gebraucht» und hänge seither unermüdlich an seinen Pflegern.
Später wurde das Tierbaby per Helikopter in ein Schutzgebiet nahe dem Tsavo-East-Nationalpark geflogen, wo es bis zu seiner Auswilderung betreut wird. «Bumpy verbringt einen Großteil des Tages im Wasser – allerdings nie allein. Ein ziemlich durchnässter Pfleger bleibt den ganzen Tag an seiner Seite, ob im Wasser oder an Land», erklärte ein Sprecher des Sheldrick Wildlife Trust.
Bumpy hat einen Kollegen im Schutzgebiet
«Er ist ein ausgesprochen verschmustes Tier und fühlt sich am wohlsten, wenn er sich an jemanden kuscheln kann.» Auf einem Bild in den sozialen Medien ist zu sehen, wie das Nilpferdbaby seinen Kopf vertrauensvoll auf den Schoß eines Tierpflegers legt.
Bumpy lebt in Kaluku gemeinsam mit einem weiteren jungen Flusspferd, das fast ein Jahr alt ist. Die beiden Tiere werden jedoch in getrennten Gehegen gehalten, wie der Sprecher der Tierschutzorganisation erklärte.
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Beide Nilpferde sollen ausgewildert werden, sobald sie ausgewachsen sind und sich anderen Flusspferden in freier Wildbahn anschließen können. In der Natur wird ein Flusspferdkalb bis zu ein Jahr oder länger gesäugt. Wildtierexperten zufolge bleibt es jedoch noch mehrere Jahre eng an seine Mutter gebunden – bis es etwa geschlechtsreif wird.
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