© Ralf Hirschberger/​AFP/​Getty Images

Aus der Serie:
Fünf vor acht


Andrea Böhm

Was Donald Trump in Afrika will? Die US-Politik geht in etwa so: Ihr bekommt unsere Migranten, wir eure Rohstoffe und Daten. Nicht alle Staaten lassen sich erpressen.

7. Mai 2026, 7:55 Uhr

6 Min.

1 Kommentare

Zusammenfassen

Schließen
Artikelzusammenfassung

Donald Trump schwingt nicht nur den Hammer gegen Europa, sondern auch gegen Afrika. Seine Politik gegenüber dem Kontinent ist geprägt von Erpressung und Zuckerbrot. Trotzdem stoßen seine Forderungen nicht überall auf Zustimmung. Afrikanische Staaten wehren sich gegen die Mobsterdiplomatie der USA und setzen ihre eigenen Interessen durch. Ein Vorgeschmack auf mögliche Gegenstrategien zeigt sich in der Abwehr von Daten- und Rohstoffforderungen – ein Zeichen für eine potenzielle Stärkung afrikanischer Staaten in der Zukunft.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

Gefällt mir

Gefällt mir

Gefällt mir nicht

Gefällt mir nicht

Send

Donald Trump: Minenarbeiterin in Kolwezi in der Demokratischen Republik Kongo: Kobalt und Kupfer, die hier abgebaut werden, interessieren auch Donald Trump.

Minenarbeiterin in Kolwezi in der Demokratischen Republik Kongo: Kobalt und Kupfer, die hier abgebaut werden, interessieren auch Donald Trump.
© Michel Lunanga/​Getty Images

Alle reden darüber, wie Donald Trump immer wieder den Hammer gegen Europa schwingt. Aber wie geht er eigentlich mit Afrika um? Die kurze Antwort: Erst mit der Abrissbirne, jetzt mit einer Mischung aus Zuckerbrot und Erpressung. Nun sind Afrika und die Afrikanische Union politisch und ökonomisch weit schwächer aufgestellt als Europa und die EU. Umso erstaunlicher ist, dass Trump keineswegs immer bekommt, was er will.

Zur Erinnerung: Gleich nach Trumps Vereidigung im Januar 2025 wurde Afrika zum ersten Punchingball, an dem seine MAGA-Jünger sich austoben durften. Elon Musk, kurzzeitig Chef des inoffiziellen »Department of Government Efficiency« (DOGE), zertrümmerte binnen weniger Wochen USAID, die Behörde für humanitäre und Entwicklungshilfe, mit der die USA jahrzehntelang als größter Geber im Globalen Süden aufgetreten waren. Das hatte und hat potenziell tödliche Folgen für Millionen Menschen – vor allem in afrikanischen Staaten. Von einem Tag auf den anderen wurden Programme gegen Malaria und Aids gestoppt, Mittel für Notrationen in Dürre- oder Kriegsgebieten gestrichen. Gleichzeitig belegte die US-Regierung reihenweise afrikanische Staaten mit neuen Visumauflagen oder verhängte gleich Einreiseverbote.