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Besuchte die Krankenstationen in Uganda: Geschäftsführerin Beate Tohmé. © privat
Die Unterstützung aus Fritzlar reißt nicht ab: Die Hilfsorganisation Global Care hilft weiter in Uganda. Und jetzt sogar noch mehr, weil aus den USA keine Hilfe mehr kommt.
Fritzlar – Die Folgen der Trump-Regierung und ihrer Politik zeigen sich jetzt auch in der Arbeit des Fritzlarer Kinderhilfswerks Global Care: Denn Global Care hat nun die Unterstützung für fünf Krankenstationen in Uganda zugesagt. Der Grund: „Der bisherige Förderer aus den USA hat die Unterstützung beendet“, teilt Geschäftsführerin Beate Tohmé mit. Global Care hatte daraufhin von den Projektpartnern, die die Krankenstationen betreiben, einen Notruf erhalten. Sie würden nur noch bis Juli durchhalten. Danach könnten sie keine Gehälter mehr für das Personal zahlen und müssten die medizinische Versorgung einstellen.
Die Begründung des bisherigen Förderers aus den USA sei vielfältig. Die Folgen der Zerschlagung der US-Entwicklungsagentur seien zu spüren. Global Care sagte die Unterstützung erstmal für ein Jahr zu. „Somit können wir weiter die Finanzierung der Gehälter des Personals gewährleisten“, sagt Tohmé. Nach einem Jahr müsse man dann schauen, wie es weitergeht, „aber wir sind sehr erleichtert, dass das Jahr gesichert ist“, betont sie. Dieses Signal habe auch große Freude bei den Betroffenen ausgelöst.
Global Care in Fritzlar: Die Geschäftsführerin war kürzlich mit einer Reisegruppe in Uganda
Die Krankenstationen befinden sich in Busiro, Nampunge, Kasubi, Mawanga und Kirongero. „Vier davon liegen in extrem ländlichen Gebieten“, erklärt Tohmé. Die Geschäftsführerin war kürzlich mit einer Reisegruppe in Uganda. Ihr war es ein wichtiges Anliegen, die Krankenstationen aufgrund des Notrufes in ihren schon vorhandenen Ablaufplan der Reise zu integrieren. „Ich kannte die Stationen schon, doch ich wollte mir nochmal tiefergehend ein Bild machen“, sagt sie.
Die Menschen erfüllen eine wichtige Aufgabe. Die Stationen seien teils sehr gut ausgestattet, hätten ein kleines Labor und ausgebildetes Personal. Sie kümmern sich um die Basisversorgung, etwa um Schwangere sowie Kinder, die geimpft werden müssen. Die Mütter- und Neugeborenen-Sterblichkeit in den ländlichen Gebieten sei hoch. „Zudem versucht das Personal aufzuklären“, sagt Tohmé, die beeindruckt von dem großen Einsatz der Mitarbeiter ist. In den Dörfern gebe es meist traditionelle Überzeugungen, daher sei die Aufklärungsarbeit mit Blick auf Verhütung oder Bildung wichtig. Neben der Aufklärungsarbeit gehört zu den Aufgaben auch HIV-Beratung sowie Labor- und Apothekendienste.
Um die finanzielle Lücke zu schließen, braucht Global Care Unterstützung. „Es kamen schon einige Menschen, die gespendet haben“, sagt Tohmé. Die Reisegruppe berichtet im Kinderhilswerk vom Besuch der Global-Care-Hilfsprojekte in Uganda am Freitag, 29. August. Anmeldung bis 22. August: 0 56 22/61 60, E-Mail: info@kinderhilfswerk.de. ⇥global-care.de