
Eine Mutter hält ihre kleine Tochter inmitten einer Gruppe von Flüchtlingsfrauen, die nach ihrer Flucht vor den schweren Gewalttaten im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg im Sudan im Tschad Zuflucht gesucht haben, in Doroti im Osten des Tschad.
Diakonie Katastrophenhilfe fordert größere Anstrengungen
Anlässlich der Sudan-Konferenz am 15. April in Berlin fordert die Diakonie Katstrophenhilfe, dass die Geberländer die Hilfsprogramme für den Sudan finanziell stärker unterstützen, um die enorme Finanzierungslücke zu schließen. Im vergangenen Jahr sei der humanitäre Hilfsplan für den Sudan nur zu 40 Prozent finanziert gewesen, knapp 2,2 Milliarden Euro hätten gefehlt. Millionen Menschen hätten keine Hilfe erhalten können. Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe sagt: „Unsere Welt ist von Kriegen gezeichnet, während konkrete Solidarität in Form von humanitärer Hilfe politisch an Bedeutung verliert. Im Sudan sind mehr als 33 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Es braucht eine internationale Kraftanstrengung, um der derzeit größten humanitären Katastrophe wirksam zu begegnen. Sonst werden viele Menschen, die schon heute akut hungern, ein viertes Kriegsjahr nicht überleben. Stärke zeigt sich darin, den Schwächsten beizustehen.“
EMS: Bildung aufbauen im Südsudan
Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS), bei der die württembergische Landeskirche Mitglied ist, engagiert sich im Südsudan, der sich vor wenigen Jahren als neuer Staat vom Sudan losgesagt hat. EMS schreibt dazu: „Der Südsudan gehört zu den am wenigsten entwickelten Staaten Afrikas. Nur etwa ein Drittel seiner 13 Millionen Einwohner*innen kann lesen und schreiben. Bei Frauen und Mädchen ist die Quote sogar noch niedriger. Das Bildungsniveau ist aufgrund eines Mangels an Schulen, Lehrkräften und Unterrichtsmaterialien äußerst niedrig. Kirchliche Institutionen versuchen, den Schulbetrieb unter schwierigsten Bedingungen aufrecht zu erhalten. Zu ihnen zählt auch die Presbyterianische Kirche des Südsudan (PCOSS), eine Partnerkirche der Basler Mission – Deutscher Zweig.“ Über die Basler Mission unterstützt die EMS diese Arbeit.
So können Sie helfen
Spendenkonto des Ev. Jugendwerks in Württemberg
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Stichwort: WDSUD03 – Nothilfe Sudan
Spendenkonto der Diakonie Katastrophenhilfe
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Evangelische Bank
Stichwort: Nothilfe Sudan
Spendenkonto der Evangelischen Mission in Solidarität
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Evangelische Bank
Stichwort: Südsudan: Bildung für die Zukunft – Schulen und Kinderheim