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Der Sudan gewinnt am 2. Spieltag des Afrika-Cups 1:0 gegen Äquatorialguinea – und hat so weiter die Chance auf das Erreichen des Achtelfinals!
In der Partie der Gruppe E kommen die beiden Mannschaften lange Zeit nicht ins Spiel. Nach torlosen ersten 45 Minuten erhöht Äquatorialguinea im zweiten Durchgang den Druck. Doch in der 74. Minute dann die plötzliche Führung für den Sudan.
Aus dem rechten Halbfeld fliegt ein Freistoß in den Strafraum von Äquatorialguinea. Dort wird Saúl Coco vom FC Turin von einem Mitspieler am Fünfmeterraum angeschossen und der Ball springt von ihm ins eigene Tor. 1:0!
Damit holt der Sudan seine ersten Punkte des Turniers. Der Sieg ist der erste bei einem Afrika-Cup-Finale seit 2012. Äquatorialguinea, die Überraschungsmannschaft der letzten beiden Afrikameisterschaften, steht hingegen nach zwei Niederlagen kurz vor dem Ausscheiden.
Für die Spieler und Fans aus dem Sudan geht es beim Afrika-Cup um weit mehr als den sportlichen Erfolg. Für viele Sudanesen ist die Mannschaft zu einem Symbol der Hoffnung und Einheit geworden und zu einer seltenen Quelle der Freude.
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Quelle: BILD/Instagram/X28.12.2025
Das Land befindet sich seit dem Frühjahr 2023 in einem brutalen Bürgerkrieg und erlebt eine der schlimmsten humanitären Krisen unserer Zeit. Nach mehr als 32 Monaten Krieg gibt es mindestens 400.000 Tote und fast 13 Millionen Vertriebene.
„Der Krieg hat viele Teile des Landes zerstört und viel zu viele unschuldige Menschen getötet“, sagte Nationalspieler Mohamed Abuaagla (32) gegenüber der AP. „Spielen und Gewinnen macht die Menschen zu Hause glücklich. Wir versuchen, ihnen trotz der Schwierigkeiten, die sie durchmachen, ein kleines Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“
Als Nächstes steht für den Sudan am Mittwoch die letzte Gruppenspiel-Partie gegen Burkina Faso an. Äquatorialguinea trifft am Mittwoch zeitgleich in Rabat auf Les Fennecs.