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Fotos Ministère des Transports et de la Météorologie

Am 10. April 2026 wurde der 90. Jahrestag der „Fianarantsoa Côte Est“ (FCE) gefeiert, einer Infrastruktur, die für das Leben der Menschen in den beiden Regionen, durch die sie verläuft – Matsiatra Ambony (Haute Matsiatra) und Fitovinany – von großer Bedeutung ist. Sie erleichtert das Reisen, unterstützt die lokale Wirtschaft und fördert den Tourismus.

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Fotos Ministère des Transports et de la Météorologie

Als Zeichen des Engagements der Regierung für die Sanierung dieser strategischen Verbindung nahm der Minister für Verkehr und Wetterdienst, Andrianavalona Ramanambola Herizo, persönlich an der Feier teil. Er betonte, dass die Erneuerung und Sanierung der Infrastruktur eine Priorität sei, um der FCE neues Leben einzuhauchen.

Es fanden Besichtigungen der „Werkstätten“ statt, bei denen die Eigenschaften der Ausrüstung und der Reparaturbedarf, einschließlich der „Micheline“, der „Lokomotive“ und der „Reisewagen“, begutachtet werden konnten. Dieser Schritt zeigt die Bereitschaft des Ministeriums, zügig und zeitnah voranzukommen.

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Fotos Ministère des Transports et de la Météorologie

Trotz der aktuellen Herausforderungen, denen sich die FCE gegenübersieht, lassen die Bemühungen der Unternehmen und Mitarbeiter nicht nach. Das Ministerium unterstützt dies voll und ganz mit einer klaren Strategie:

• Kompetenzsteigerung des Personals,
• Modernisierung der Ausrüstung,
• sowie die Suche nach Kooperationen und Finanzmitteln im In- und Ausland.

Der Minister bekräftigte in seiner Rede: „Wir werden nicht zulassen, dass die FCE zerstört wird. Die FCF wird nicht im Stich gelassen. Dies zeigt, dass eine klare Vision und ein Plan zur Wiederherstellung und Verbesserung dieser wichtigen Einrichtung vorhanden sind.

Die Feier endete mit der Preisverleihung an die Gewinner des „Logo“-Designwettbewerbs zum 90-jährigen Jubiläum. Ein Symbol der Ehre und Motivation für kommende Generationen.

Geschichte und Betrieb der FCE

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Fotos Thomas Kautzor (2012).

Die FCE ist eine 163 km lange Bahnstrecke, die Fianarantsoa, die Hauptstadt der Betsileo, mit Manakara, einer Küstenstadt Madagaskars, verbindet. Sie wurde zwischen 1926 und 1936 erbaut und führt auf ihrem Weg vom Hochland hinunter zum Meer durch eine der schönsten Landschaften Madagaskars. Mit 67 Brücken und 48 Tunneln sowie als eine der steilsten Eisenbahnstrecken der Welt (neben denen in Ecuador und Burma) bietet die FCE beim Abstieg über die Klippen östlich von Fianarantsoa atemberaubende Ausblicke.

Die Strecke, die Anfang des Jahres 2000 durch die Wirbelstürme Eline und Gloria schwer beschädigt wurde, ist nun geräumt und wieder aufgebaut, drei Lokomotiven wurden neu instand gesetzt, und die FCE ist wieder bereit, Einzelreisende oder Gruppen zu empfangen.

Die Reisedauer zwischen Fianarantsoa und Manakara ist auf der Homepage der Fianarantsoa Côte Est mit 8 bis 12 Stunden angegeben, abhängig von der an den einzelnen Bahnhöfen zu verladenden Fracht und anderen unvorhergesehenen Faktoren. Da die FCE den Fahrplan ändert und Züge hinzufügt, sobald Lokomotiven instand gesetzt werden und Verbesserungen im Betrieb möglich werden, erkundigen Sie sich bitte am Bahnhof nach den aktuellen Informationen. Es gibt derzeit aber nur eine Lok BB 229, die technisch nicht die ganze Strecke fahren kann. 

Die Micheline kann von Gruppen für Fahrten zwischen Fianarantsoa und Sahambavy (20 km) gemietet werden, wobei die Möglichkeit besteht, in Sahambavy zu übernachten oder noch am selben Tag nach Fianar zurückzukehren.  

WKZ, Ergänzung Thomas Kautzor, Quelle Ministère des Transports et de la Météorologie