Die Technische Universität München (TUM) übernimmt die Koordination eines neuen DAAD-Fachzentrums und setzt damit ein starkes Zeichen für die deutsch-afrikanische Zusammenarbeit in der Energieforschung. Ab 2026 entsteht das „African-German Center for Just Energy Transition“ gemeinsam mit vier südafrikanischen Partneruniversitäten. Das Konsortium wird bis 2030 mit rund vier Millionen Euro von der Bundesregierung gefördert.

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Afrika sollen in Zusammenarbeit mit Forschenden der TUM praxisnahe Lösungen für eine umwelt- und sozialverträgliche Energiewende entwickeln. Im Fokus stehen unter anderem die Integration erneuerbarer Energien, die Gestaltung neuer Arbeitsmärkte sowie die Energieversorgung ländlicher Regionen.

Das Fachzentrum wird zusammen mit der University of the Witwatersrand, University of Johannesburg, Tshwane University of Technology und University of Venda betrieben. Es soll dazu beitragen, Forschungsergebnisse stärker in die Praxis von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft im südlichen Afrika zu übertragen.

Die vom DAAD vergebene Förderung in Höhe von vier Millionen Euro für zunächst fünf Jahre wird vom Auswärtigen Amt sowie vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt finanziert. Ziel des Projekts ist eine hochwertige, interdisziplinäre Studierendenausbildung, der Aufbau institutioneller Kapazitäten sowie die Entwicklung von Postdoc- und Doktorandenprogrammen. Darüber hinaus entstehen Living Labs – von ländlichen und urbanen Mini-Grids bis hin zu Politik- und Unternehmerökosystemen. Diese bieten praxisnahe Lernräume, in denen Forschung direkt mit gesellschaftlichem Nutzen verknüpft wird.