06.12.2025
Spielfreudige Nordafrikanerinnen begeistern
Bei Pandza-Ausfall: Österreich misslingt Spiel gegen Tunesien
Team Austria hatte sich gegen Tunesien große Chancen auf den ersten Sieg in der WM-Hauptrunde ausgerechnet. Es kam anders: Zunächst fiel Ana Pandza aus und anschließend überzeugte Österreich weder in der Abwehr noch im Angriff vollauf. Tunesien spielte hingegen seine Stärken aus und gewann.
Aus Rotterdam berichtet Felix Buß
Für das österreichische Team begann das vorletzte Hauptrundenspiel gegen Tunesien mit einem schwierigen Moment, der sich auf die gesamte Partie auswirken sollte: Ana Pandza war nach Philomena Eggers 1:0-Treffer bei ihrem ersten Wurf gefoult worden und blieb zunächst schmerzverzerrt liegen. Anschließend kümmerte sich Physiotherapeutin Pia Kratochvil um die rechte Schulter der Spielmacherin.
Pandza fällt aus
Die norwegischen Schiedsrichter hatten keine Strafe ausgesprochen, merkten aber anscheinend, dass sie genauer hinsehen mussten, denn kurz darauf wurde Tunesiens Mariam Rezgui nach einem Foul hinausgestellt. Österreich tat sich anschließend schwer. Zweimal erkämpften die Nordafrikanerinnen im Umschaltspiel den Ballbesitz zurück.
Unter der Regie von Viktoria Marksteiner kamen Ines Ivancok-Soltic und Klara Schlegel nach einer Viertelstunde allmählich besser ins Spiel. Ivancok-Soltic sorgte dann auch kurz darauf beim 8:7 für die erste Führung von Team Austria. Anschließend hatte Torhüterin Lena Ivancok allerdings Pech, dass sie sich den Ball nach der Parade noch ins Tor wischte.
Faktor Mkadem
Ihr Gegenüber Roa Mkadem war etwas erfolgreicher. Vor allem freie Würfe vom Kreis schien sie magnetisch anzuziehen. Die achte Parade der 25-Jährigen und der Gegenstoß von Aya Ben Abdalah zum 8:9 zwangen Österreich an die Seitenlinie. Monique Tijsterman musste sich etwas einfallen lassen, um die erwünschten Hauptrunden-Punkte zu ermöglichen.
Die eingewechselte Santina Sabatnig konterte nach 25 Minuten zum 11:11-Ausgleich, doch Mkadem machte weiter von sich Reden und auch ihre Vorderleute spulten ihr Programm ab, als wäre es das Normalste, in der WM-Hauptrunde gegen, wenn auch Ersatz geschwächte Europäer das Spiel zu machen. Zur Pause lag Tunesien mit 14:12 vorne.
Kristina Dramac konnte dem österreichischen Offensivspiel nach dem Seitenwechsel ein erfrischendes neues Element geben und sorgte mit ihrem Doppelschlag für den 15:16-Anschlusstreffer. Die Deckung verschob aber weiterhin nicht schnell genug, um Tunesien zu stoppen. Der vermeintliche Underdog führte nach 45 Minuten vielmehr mit 21:18.