Die Nachfrage nach Selbstfahrer-Reisen in Namibia steigt. touristik aktuell hat verschiedene Afrika-Veranstalter nach besonderen Touren, Programmpunkten und Tipps gefragt, wie Urlauber das Land individuell erleben können.

Abendsonne Afrika
Produkt-Managerin Kathrin Scholz empfiehlt Reisenden auf ihrem Weg durch Namibia ­einen Stopp im Wandercamp von Etendeka. „Es liegt inmitten der spektakulären Landschaft des nördlichen Damaralandes am Fuße des Grootberg-Massivs. Umgeben von scheinbar nichts anderem als Weite und Natur präsentieren sich die Zeltchalets des Camps.“ Zudem freut sie sich auf die Eröffnung des Nkasa Linyanti Camp im Nkasa Rupara Nationalpark im 
Caprivi Streifen. Es gehört zur Gruppe Natural Selection und wird im Mai 2026 eröffnet.

African Dreamtravel
Der Afrika-Spezialist aus Kamp-Lintfort, 
der in Namibia ein Büro mit 16 Mitarbeitern und eine Mitwagenflotte von 45 Fahrzeugen hat, hegt große Pläne. Wie Reiseprofi Harald 
Braun erläutert, will der Veranstalter kombinierte Selbstfahrerrundreisen in Namibia und Angola anbieten. In Angola gebe es bislang 
vor allem Kleingruppenreisen. Da Angola Gastland der ITB ist und der Fokus auf der Destination liege, wolle man das Portfolio ­entsprechend ausbauen. Im Juni wird Braun mehrere Wochen vor Ort sein und verschie­dene Touren ausarbeiten.

Akwaba Afrika
Wer auf der Suche nach besonderen, exklusiven Unterkünften ist, der wird laut Namibia-Expertin Anna-Lena Steinhage auf der 16-tägigen Selbstfahrerreise „Magische ­Momente und 
wilde Weiten“ fündig. „Hier übernachten die Gäste direkt unter dem ­Sternenhimmel der 
Namib, in ,Schiffswracks‘ an der Skeleton-
Coast und in privaten Wildschutzgebieten mit herrlichen Panoramaausblicken auf die weite Landschaft direkt vom Bett aus. Definitiv etwas für jemanden, der das Besondere sucht.“

Ein Auto in einer WüsteViele Reisende erkunden Namibia mit einem Mietwagen. Foto: Foto: miroslav_1/iStock

Dertour/Meiers Weltreisen
Die faszinierenden Nationalparks Namibias in eigenem Tempo erkunden können Reisende bei der 14-tägigen Mietwagentour „Namibias Nationalparks“, die in Windhuk startet. Laut Afrika-­Direktorin Ines Batz muss das Fahrzeug separat nach individuellen Wünschen hinzugebucht werden. Mietwagenangebote von ­Dertour und Meiers Weltreisen beinhalten laut der Expertin eine umfangreiche Premium-­versicherung, unter anderem für Fahrten auf Schotterpisten. Darüber hinaus können Reisebüros für ihre Kunden maßgeschneiderte ­Touren mit ausgewählten Unterkünften 
„hervorragend“ mit dem Dertour-Tourplaner zusammenstellen. „Mit guter Vorbereitung, ausreichenden Pausen und verlässlicher 
Ab­sicherung wird eine Selbstfahrerreise in 
Namibia zu einem entspannten, sicheren und unvergesslichen Erlebnis.“

Diamir
Gleich zwei Reisen empfiehlt Afrika-Spezialist Michél Pretzsch. „Schön in Namibia ist die ­Option, die Reise mit Mietwagen und nachhaltigen Lodges zu kombinieren“, sagt er und verweist auf die 14-tägige Tour „Eco Deluxe“. Abenteuerlustigen legt er den zweiwöchigen Roadtrip mit dem Suzuki Jimny ans Herz. „Wo die Straßen keine Namen haben, ist der Jimny zu Hause. Und genau dahin geht es: bis fast ans Ende der Welt nach Palmwag“, heißt es in der Beschreibung auf der Website des Veranstalters aus Dresden.

Gebeco
Beliebt ist laut Produkt-Managerin Tanja ­Pulter unter anderem die 18-Tage Privatreise „Namibia ausführlich entdecken für Selbstfahrer“. „Bei dieser Reise entdecken unsere Gäste die schönsten Höhepunkte des Nordens und Südens. Die Unterkünfte sind ein Mix aus 
gemütlichen Gästehäusern und exklusiven ­Lodges und die Reise ist entspannt geplant 
ohne tägliche Hotelwechsel.“

Schauinsland-Reisen/Explorer
Jutta Giovanni, Product Manager Cars & Camper bei Explorer, empfiehlt die 14-tägige Tour „Kontrastreiches Namibia“. „Sie verbindet die eindrucksvolle Vielfalt des Landes, von Wüstenlandschaften über die ­Atlantikküste bis hin zu faszinierender Wildnis, und ermöglicht es, Namibia flexibel im eigenen Tempo zu entdecken.“ Es geht von Windhuk in die Kalahari zum Fish River Canyon, über Kolmanskop in die Namib-Wüste. Die Strecke stehe exemplarisch für die Kontraste Namibias.

TUI
Von Windhuk über die Kalahari, Swakopmund und Etosha bis zurück in die namibische Hauptstadt führt die Rundreise „Klassisches ­Namibia“, die die TUI-Afrika-Experten Selbstfahrern ans Herz legen. 14 Tage lang geht es zu den Highlights des Landes. Reisebüros können darüber hinaus individuelle Touren über Einzelhotels oder flexibel konfigurierbare Routen via TUI Tours erstellen.

Tipps für Selbstfahrer von 
TUI, Dertour und Schauinsland
– Achtung, Linksverkehr!
– Da viele Strecken gut befahrbare Schotter­pisten sind, sind Reifenwechsel-Kenntnisse hilfreich
– Empfohlen wird ein SUV oder 4×4-Fahrzeug sowie angepasste, vorsichtige Fahrweise
– In Namibia müssen meist große Distanzen ­bewältigt werden
– Da Wildtiere oft in der Dämmerung aktiv sind, sollten Nachtfahrten vermieden werden
– Vor- und Nachübernachtung in Windhoek am Ankunfts- und Abflugtag wird empfohlen
– In der Regenzeit können Straßen in abgelegenen Regionen unpassierbar sein: aktuelle ­Hinweise beachten
– Für die Anmietung erforderlich: internationaler Führerschein (zusätzlich zum nationalen), ­Kreditkarte
– Robuste Kleidung wegen des Staubs