Mit dem Bau einer neuen Verarbeitungsanlage hat die Monazit-Mine Steenkampskraal (SMM) im Westkap einen wichtigen Schritt in ihrer Weiterentwicklung gemacht. Gleichzeitig stärkt das Projekt Südafrikas Position im globalen Markt für kritische Rohstoffe. Ziel ist es, das Land als Produzenten von hochgradigem Monazitkonzentrat zu etablieren, einem zentralen Ausgangsstoff für Seltene Erden, die in erneuerbaren Energien, Elektronik sowie Medizin- und Verteidigungstechnologien eingesetzt werden.
Bereits im Vorfeld konnte SMM wichtige Meilensteine erreichen. Ein eigenes Labor wurde erfolgreich in Betrieb genommen, und erstmals seit über 60 Jahren gelang wieder die Produktion von Monazitkonzentrat vor Ort. Erste Analysen bestätigen die außergewöhnliche Qualität der Lagerstätte mit einem Gehalt von rund 50 Prozent an Seltenen-Erden-Oxiden (TREO). Parallel dazu arbeitet das Unternehmen an der Optimierung der hydrometallurgischen Verarbeitung und plant künftig auch die Herstellung von gemischtem Seltenerdkarbonat (MREC) sowie die Aufbereitung von Thorium.
Die neue Anlage entsteht direkt am Ausgang des unterirdischen Schrägschachts. Das monazitreiche Erz wird künftig über ein eigens errichtetes Förderbandsystem zur Oberfläche transportiert und dort mittels bewährter Verfahren wie Schwerkrafttrennung und Flotation verarbeitet. In der Anfangsphase ist eine Jahresproduktion von rund 6.600 Tonnen vorgesehen, die innerhalb eines Jahres auf die volle Kapazität von etwa 13.400 Tonnen gesteigert werden soll.
Der Prozessablauf knüpft an die erfolgreichen Methoden an, die bereits zwischen 1952 und 1963 in Steenkampskraal eingesetzt wurden. Diese wurden an moderne Umweltstandards angepasst und umfassen einen mehrstufigen Schwerkrafttrennkreislauf, der derzeit zur Steigerung der Rückgewinnungseffizienz evaluiert wird.
Neben diesen technischen Optimierungen setzt SMM auch wirtschaftlich auf Effizienz. Ein besonderer Vorteil liegt in der Nutzung vorhandener Erzhalden und Infrastruktur, ein Ansatz, der Investitionskosten senkt, Risiken reduziert und frühzeitige Einnahmen ermöglicht. Langfristig will SMM weitere Verarbeitungsschritte wie die Oxidtrennung und die Herstellung von Endprodukten ebenfalls in Südafrika durchführen, um die lokale Wertschöpfung zu stärken.
Die Lagerstätte Steenkampskraal gilt als eine der hochgradigsten Quellen für Seltene Erden weltweit. Sie verfügt über eine NI 43-101-konforme Ressource von 665.000 Tonnen mit einem Gehalt von 14,5 % TREO sowie wertvollen Nebenprodukten wie Thorium mit 2,14 %.
Mit gesicherter Finanzierung und dem fortschreitenden Bau rechnet das Unternehmen noch vor Jahresende mit ersten Umsätzen. Neben wirtschaftlichen Impulsen sollen auch neue Arbeitsplätze entstehen und lokale Gemeinden gestärkt werden.