
Stand: 17.02.2026 17:48 Uhr
Ein international tätiges Unternehmen aus Göttingen soll Staatsbedienstete in zwei afrikanischen Ländern bestochen haben. Nach sieben Jahre langen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage erhoben.
Fünf damalige Angestellte haben nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ab 2015 mehrfach Bedienstete in Nigeria und in der Demokratischen Republik Kongo bestochen. Demnach sollten dem Unternehmen teils millionenschwere Aufträge gesichert werden – es ging um Labor- und Unterrichtsmaterialien für Schulen und Hochschulen. Die Bestochenen, darunter der damalige nigerianische Bildungsminister, erhielten der Staatsanwaltschaft zufolge Provisionen, Bargeld, Reisen und weitere Geschenke.
Angeklagt wegen schwerer Bestechung
Dass die Bestochenen das nicht annehmen durften, sei den Angeklagten aus Göttingen bewusst gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Sie klagt nun den damaligen Geschäftsführer, einen Mit-Geschäftsführer sowie weitere, teils leitende, damalige Angestellte wegen Bestechung im besonders schweren Fall vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Göttingen an. Das Gericht habe das Hauptverfahren bereits eröffnet. Bereits 2018 hatte es wegen der Vorwürfe eine Durchsuchung bei dem Unternehmen in Göttingen gegeben.