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Tödlicher Wanderunfall am Le Morne Brabant: Ein deutscher Tourist (20) verliert sein Leben. Die Polizei ermittelt jetzt.

Port Louis – Ein 20 Jahre alter deutscher Tourist ist am Montag (11. August) am Le Morne Brabant auf Mauritius in den Tod gestürzt. Der junge Mann unternahm mit zwei Freundinnen und Freunden eine Besteigung des 556 Meter hohen Basaltbergs im Südwesten der Urlaubsinsel, als er aus zunächst ungeklärter Ursache 125 Meter abstürzte.

Bei einer Wanderung auf dem Berg Le Morne Brabant auf der Insel Mauritius ist ein 20 Jahre alter deutscher Urlauber tödlich verunglückt. (Archivbild)Bei einer Wanderung auf dem Berg Le Morne Brabant auf der Insel Mauritius ist ein 20 Jahre alter deutscher Urlauber tödlich verunglückt. (Archivbild) © McPHOTO/imago

Wie die örtlichen Behörden am Dienstag (12. August) mitteilten, gestaltete sich die Bergung des Verunglückten äußerst kompliziert. Die Wanderwege am Le Morne Brabant sind teilweise steil, felsig und nur mangelhaft gesichert. Besonders im oberen Bereich müssen Wanderinnen und Wanderer Abschnitte mit losem Gestein und engen, exponierten Pfaden überwinden. Diese schwierigen Bedingungen behinderten auch die Einsatzkräfte und verzögerten die Bergung um mehrere Stunden.

Wanderunfall auf Urlaubsinsel: Deutscher Tourist stürzt in den Tod

Das Rettungsteam benötigte mehrere Stunden, um zu dem verunglückten Wanderer vorzudringen. Bei ihrer Ankunft stellte das Team fest, dass der Deutsche keinen Puls mehr hatte. Im Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Der junge Mann soll laut Behörden-Angaben aus Bayern stammen. Die Polizei von Mauritius ermittelt zur Unfallursache. Laut Kulturminister von Mauritius, Mahen Gondeea, seien die Wanderer zu leichtsinnig zum Gipfel aufgebrochen. Sie hätten demnach auf die Begleitung eines ortskundigen Führers verzichtet. 

Der Le Morne Brabant zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen von Mauritius und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Eingebettet in türkisfarbenes Wasser und umgeben von üppiger Vegetation zieht der markante Berg täglich Tourist:innen an, die den atemberaubenden Panoramablick vom Gipfel genießen wollen. Doch die anspruchsvollen Wanderpfade bergen erhebliche Risiken.

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Tödliche Wanderunfälle ereignen sich immer wieder – besonders in der Hochsaison. Erst kürzlich war ein 15-Jähriger auf einer Wanderung in Italien gestorben. Im vergangenen Jahr kam ein deutscher Wanderer auf der griechischen Insel Kreta ums Leben. Er war mit seinen beiden Töchtern auf Reisen. (cln/kas/dpa)