Anfang 2026 nahm die Entwicklung der Mirage 2000-Lieferungen nach Rabat eine neue Wendung. Der 2024 von Abu Dhabi angekündigte Lieferstopp für 30 Mirage 2000-9 nach Marokko, der bereits mit regionalen Spannungen und einem Arbeitskampf in Verbindung stand, wurde bestätigt, während sich der Liefertermin für die 2024 bestellten F-16 Block 70 verzögerte.
Gleichzeitig wird die Mirage-2000-Plattform auch nach 2035 industriell unterstützt und beweist weiterhin ihren operativen Wert, unter anderem in der Ukraine mit dem AASM Hammer. Angesichts des schwindenden Angebots, der im Februar 2026 bekräftigten Prioritäten der Vereinigten Arabischen Emirate und konkurrierender Beschaffungen in der Region hat sich das Zeitfenster für eine rasche Verstärkung für Rabat deutlich geschlossen.
Vor dem Einfrieren der Lieferketten kristallisierte sich die Mirage 2000 als verfügbare Verstärkung für Rabat heraus.
Im Jahr 2024 verdeutlichte der Stopp der geplanten Lieferung von 30 Mirage 2000-9 nach Marokko einen bestehenden, aber ungedeckten Bedarf. Berichte brachten die Schwierigkeiten Rabats bereits damals mit den akuten Spannungen zwischen Washington und Teheran in mehreren regionalen Fragen in Verbindung. 2025 wurde die Möglichkeit einer französischen Vermittlung ins Gespräch gebracht, doch bisher ist nichts Konkretes daraus geworden. Für Rabat sollten diese Flugzeuge eine sofort verfügbare Verstärkung darstellen, während auf andere Fähigkeiten gewartet wurde, insbesondere da sich der Liefertermin für die 25 für 2024 bestellten F-16 Block 70 verzögert hatte, was den Bedarf an einer kurzfristigen Lösung weiter erhöhte.
Die Produktion der Mirage 2000 wurde 2007 nach rund 601 gebauten Flugzeugen eingestellt, wodurch eine beträchtliche Flottenbasis entstand. Dassault Aviation hat die Unterstützung des Herstellers über das Jahr 2035 hinaus zugesichert und damit die langfristige Wartung und Versorgung gewährleistet. Dieses Engagement erhält die operative Relevanz der Plattform trotz Produktionsstopp und sichert die Zukunft der Flotte. So bleibt der Zugriff auf bestehende Flugzeuge eine realistische Option zur Flottenverstärkung, ohne dass jahrelange Wartezeiten entstehen.

Mirage 2000P der peruanischen Luftwaffe
Die ukrainische Luftwaffe setzt Mirage 2000-Kampfjets nun für Bodenangriffe mit AASM-Hammer-Bomben ein. Jüngst von der ukrainischen Presse veröffentlichte Bilder bestätigen Angriffe auf russische Stellungen. Die AASM Hammer wandelt ungelenkte Bomben in hochpräzise gelenkte Munition um, die Ziele in über 40 Kilometern Entfernung auch in umkämpften Gebieten treffen kann. Diese Reichweite ermöglicht Angriffe auf Munitionsdepots, Treibstoff oder Personalreserven, ohne in die Reichweite von Kurzstreckenabwehrsystemen zu geraten, was die Anpassungsfähigkeit der Plattform unterstreicht.
Der Prototyp der Mirage 2000-01 absolvierte seinen Erstflug am 10. März 1978 in Istres mit Testpilot Jean Coureau am Steuer. Der 65-minütige Flug demonstrierte eine solide aerodynamische Stabilität und gute Triebwerksleistung. Die Serienproduktion begann 1982 und führte rasch zu einer Steigerung der Einsatzbereitschaft. Dieser zeitliche Ablauf spiegelt ein bewährtes und nachhaltiges Design wider, das sich bis heute bewährt hat, und erklärt Rabats Suche nach einer erprobten Lösung zur Schließung einer wichtigen Fähigkeitslücke.
Die Vereinigten Arabischen Emirate bestätigen das Einfrieren der Schiffe und priorisieren die Alarmierung in Al Dhafra.
Anfang Februar 2026 beschloss das Militär der Vereinigten Arabischen Emirate, die 30 ursprünglich für Marokko vorgesehenen Mirage 2000-9-Kampfflugzeuge zu behalten. Diese Flugzeuge befinden sich weiterhin in hoher Einsatzbereitschaft auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Dhafra, was den unmittelbaren operativen Bedarf der Emirate bestätigt und die Flotte in einem anspruchsvollen Sicherheitsumfeld in Alarmbereitschaft hält. Diese Haltung unterstreicht den lokalen Bedarf an diesen Kampfflugzeugen und hat direkte Auswirkungen auf jedes Transferprojekt in naher Zukunft.