TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Berlin – Die türkische Luftabwehr hat am Mittwoch eine vom Iran abgefeuerte Rakete abgefangen. Mehr als 13 Millionen Deutsche verbrachten 2025 Urlaub in den Ländern Griechenland, Türkei, Ägypten und Zypern. Diese Länder liegen in Terror-Reichweite des Iran! Sind in den kommenden Osterferien deutsche Urlauber in Gefahr?

Die 2023 vorgestellte iranische Mittelstreckenrakete Khorramshahr 4 kann bei reduzierter Nutzlast bis zu 3000 Kilometer

Der Iran präsentierte 2023 die Mittelstreckenrakete Khorramshahr 4. Sie könnte Ziele im Mittelmeerraum erreichen

Foto: picture alliance/ASSOCIATED PRESS

Der Militärstratege Prof. Matthias Strohn (50, Uni Buckingham) zu BILD: „Die Gefahr von Raketenangriffen auf Urlaubsländer kann nicht ausgeschlossen werden. Die ballistischen Raketen des Iran haben Reichweiten von 2000 bis 3000 Kilometern.“ Ein Problem für den Iran seien jedoch Abschussrampen, die „systematisch durch Luftschläge zerstört werden“. Zugleich warnt Strohn: „Erwartbar sind Angriffe mit Drohnen – diese wurden bereits gegen den britischen Militärstützpunkt auf Zypern eingesetzt.“

Mehr zum ThemaDas Auswärtige Amt weist auf Risiken hin

Aus dem Ministerium von Johann Wadephul (63, CDU) heißt es, im Auswärtigen Amt tage regelmäßig der Krisenstab: „Dort werden alle krisenrelevanten Maßnahmen in der Region veranlasst.“ Die Reise- und Sicherheitshinweise für Ägypten, die Türkei und Zypern wurden am Mittwoch zuletzt aktualisiert – Millionen Reisende werden im Frühling erwartet.

In den Hinweisen zu Ägypten heißt es, es „erfolgen Luftangriffe aus dem Iran auf zahlreiche Ziele in der Region“. Für Ägypten besteht zudem weiterhin eine Teilreisewarnung.

Die Hinweise zur Türkei enthalten einen ausdrücklichen Appell: „Verzichten Sie auf nicht notwendige Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zum Iran, Irak und zu Syrien in den Provinzen Ağrı, Iğdır, Van, Şanlıurfa, Mardin, Şırnak und Hakkâri.“

Für Zypern vermerken Wadephuls Diplomaten: „Nach einem Drohnenangriff auf die britische Militärbasis Akrotiri am 2. März 2026 können weitere sicherheitsrelevante Vorfälle nicht ausgeschlossen werden.“ Für Griechenland gibt es keine Warnungen dieser Art.

Die britische Airbase Akrotiri auf Zypern wurde vom Iran angegriffen

Die britische Airbase Akrotiri auf Zypern wurde vom Iran angegriffen

Foto: AP

Jürgen Hardt (62, CDU) sieht die Lage für Urlauber hingegen gelassen. Der CDU-Außenexperte sagte BILD: „Griechenland und die Türkei sind aktuell sicher, der Verkehr ist nicht eingeschränkt.“ Die Urlaubsregionen in Europa seien aus seiner Sicht „nicht durch den Iran-Krieg gefährdet“.

Reiseveranstalter warten Entwicklungen ab

Auch der Reiseveranstalter TUI rät mit Blick auf die östliche Mittelmeerregion zur Gelassenheit, wie ein Sprecher BILD mitteilte. Man beobachte die Warnungen des Auswärtigen Amtes genau. Für den Rücktritt von Reiseverträgen gelten vorerst die normalen Regeln.