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Schon vor dem Anpfiff war klar: Dieses Viertelfinale beim Afrika-Cup zwischen Kamerun und Marokko (0:2) würde kein gewöhnliches Spiel werden. Zu aufgeheizt war die Atmosphäre rund um die kurzfristige Schiedsrichter-Entscheidung, zu groß das Misstrauen, und Kamerun-Legende Samuel Eto’o trug seinen Teil dazu bei.
Kamerun-Legende Eto’o tobt in der Loge!
Der Präsident des kamerunischen Fußballverbands (Fecafoot) sorgte am Freitag in Rabat für Aufsehen: In einem inzwischen viral gegangenen Video ist zu sehen, wie Eto’o während des Spiels in der Präsidentenloge des Prinz-Moulay-Abdellah-Stadions aufsteht, tobt und wild gestikuliert. Offenbar wegen heftiger Kritik an einer Schiedsrichter-Entscheidung.
Die Szene wirkt fast surreal: Eto’o, aufgebracht, wendet sich in Richtung von CAF-Präsident Patrice Motsepe und Marokkos Verbandschef Fouzi Lekjaa, die nur wenige Plätze entfernt sitzen – und ihn offensichtlich ignorieren.
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Wann genau das Video aufgenommen wurde, ist unklar. Doch der Zusammenhang lässt sich leicht herstellen: In der 67. Minute wird Kameruns Angreifer Bryan Mbeumo nach einem Kontakt mit Marokkos Verteidiger Adam Masina im Strafraum nicht der erhoffte Strafstoß zugesprochen – kurz darauf fällt das entscheidende 0:2 durch Ismaël Saibari.
Eto’os Ärger hatte sich allerdings bereits am Vortag aufgestaut: Nachdem Marokko offiziell Beschwerde gegen den ursprünglichen Spielleiter Amin Omar (Ägypten) eingelegt hatte, setzte die CAF kurzerhand den mauretanischen Referee Dahane Beida an. Der kamerunische Verband wurde über die Änderung offenbar nicht informiert. Etwas, was Eto’o öffentlich monierte.
Nach dem Spiel bemühte sich Kameruns Trainer David Pagou um Deeskalation: „Der Schiedsrichter ist der Meister des Spiels, er hat die Verantwortung, und wir halten uns an die Spielregeln.“
Doch der Frust sitzt tief: Bei Spielern, Funktionären und Fans. Und mittendrin: ein tobender Samuel Eto’o.