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Tan-Tan (Marokko) – Traurige Nachrichten für das US-Militär und die Familie eines amerikanischen Soldaten. Die Leiche des zuvor in Marokko vermissten Mannes ist aus dem Atlantik geborgen worden. Das teilte das US-Militär am Sonntag mit. Nach einem zweiten vermissten Soldaten werde weiter gesucht.

Bei dem gefundenen Toten handelt es sich um Oberleutnant Kendrick Lamont Key Jr. (†27), einen Offizier der Luftabwehr. „Ein marokkanisches militärisches Suchteam fand den Soldaten am 9. Mai gegen 8:55 Uhr Ortszeit im Wasser entlang der Küste, etwa eine Meile von der Stelle entfernt, an der beide Soldaten Berichten zufolge ins Meer gegangen waren“, teilte die US-Armee Europa und Afrika in einer Erklärung mit.

Die Übung wurde am Freitag beendet

Die Übung wurde am Freitag beendet

Foto: AFP

600 Menschen suchten nach Soldaten

Er und sein Begleiter stürzten während einer Freizeitwanderung außerhalb ihres Dienstes bei der Militärübung „African Lion“ von einer Klippe. Beide wurden am 2. Mai als vermisst gemeldet. Sie waren gegen 21 Uhr in der Nähe des Cap-Draa-Übungsgebiets außerhalb von Tan-Tan verschwunden, einer Region mit Gebirgen, Wüste und Halbwüstenebenen.

Ihr Verschwinden löste eine Such- und Rettungsoperation mit mehr als 600 Einsatzkräften aus den USA, Marokko und weiteren Partnerstaaten aus. Dabei wurden Fregatten, Schiffe, Hubschrauber und Drohnen eingesetzt.

Ein vollautonomes Fahrzeug der US-Armee bei der Übung „African Lion“ in der Wüste von Marokko

Ein vollautonomes Fahrzeug der US-Armee bei der Übung „African Lion“ in der Wüste von Marokko

Foto: Samuel Wagner/U.S Navy/Zumapress/picture alliance

Die Suchmaßnahmen nach dem vermissten zweiten Soldaten werden fortgesetzt, teilte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur „Associated Press“ mit. Er erklärte, ein US-Kontingent sei nach dem Ende der Militärübungen am Freitag in Marokko geblieben, um die Führung und Kontrolle zu gewährleisten und die Such- und Rettungsmaßnahmen fortzusetzen.

Schon einmal Tote bei Übung

Die Militärübung „African Lion 26“ ist eine von den USA geführte Übung, die im April mit mehr als 7000 Soldaten aus über 30 Nationen in vier Ländern (Marokko, Tunesien, Ghana und Senegal) gestartet wurde. Seit 2004 ist sie die größte gemeinsame Militärübung der USA in Afrika. Im Jahr 2012 wurden zwei US-Marines getötet und zwei weitere verletzt, als ein Hubschrauber im Rahmen der Übungen in der südmarokkanischen Stadt Agadir abstürzte.