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Nach nur zwei Siegen in seiner Amtszeit und einer desaströsen WM-Qualifikation ist ein Deutscher als Nationaltrainer von Simbabwe entlassen worden.
Frankfurt – Michael Nees ist nicht mehr Nationaltrainer von Simbabwe. Der heimische Verband ZIFA gab die sofortige Vertragsauflösung mit dem Deutschen bekannt. Sportlich fiel die Bilanz des 58-Jährigen mager aus: Nees holte lediglich zwei Siege. In der WM-Qualifikation blieb Simbabwe in zehn Partien jedoch ohne Dreier und verpasste das Turnier 2026 deutlich.
Michael Nees ist nicht länger Nationaltrainer von Simbabwe. © IMAGO / ShengolpixsDeutscher Trainer Michael Nees nicht länger Coach von Simbabwes Nationalmannschaft
Nees übernahm die Warriors im Juli 2024. Laut ZIFA-Statement endete das Engagement nun wegen der schwachen WM-Quali-Serie ohne Sieg. „Der Verband nutzt diese Gelegenheit, um Herrn Nees herzlich für seine Bemühungen und seinen Beitrag zum simbabwischen Fußball während seiner Amtszeit zu danken“, heißt es im offiziellen Statement.
Insgesamt stehen in Nees‘ Amtszeit lediglich zwei Erfolge in 16 Länderspielen zu Buche. Dabei hatte sie gut begonnen. Simbabwe qualifizierte sich in der Qualifikation für den Afrika-Cup hinter Favorit Kamerun für das Turnier – bemerkenswert, nachdem die Nationalelf im Jahr zuvor wegen eines FIFA-Ausschlusses aussetzen musste. In der anschließenden WM-Quali gelang jedoch keine Stabilisierung: Zu wenig Punkte, zu wenig Durchschlagskraft, zu viele Unentschieden – am Ende blieb nur Ernüchterung.
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Die Trennung erfolgt nun wenige Wochen vor dem Afrika-Cup – ein sensibler Zeitpunkt. Die Gruppe B hat es in sich: Auf Simbabwe wartet neben Top-Favorit Ägypten auch noch WM-Teilnehmer Südafrika sowie Angola. Wer Simbabwe beim Turnier betreuen wird und damit auf Nees folgt, ist derzeit noch unklar.
Nees’ Vita bleibt dennoch respektabel: Stationen als Nationalcoach der Seychellen und Ruandas, dazu Aufgaben im technischen Bereich in Israel und Kosovo sowie internationale Expertise durch Beraterposten in Japan und Südafrika. Zuletzt gab es auch Spekulationen um den früheren deutschen Bundestrainer Jogi Löw. (LuHa)