Bei einem Flugzeugabsturz in Namibia sind vier Menschen ums Leben gekommen. Das Wrack der seit Sonntag vermissten Cessna wurde am Morgen entdeckt. Zur Ursache des Unglücks laufen nun Ermittlungen.

In Namibia sind nach Angaben der Fluggesellschaft Desert Air beim Absturz einer kleinen Propellermaschine alle vier Insassen ums Leben gekommen. „An Bord des Flugzeugs befanden sich ein Pilot und drei deutsche Staatsangehörige“, hieß es in einer Mitteilung. Leider habe es keine Überlebenden gegeben. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes war auch der Pilot Deutscher.

Die Cessna 210 galt seit Sonntag als vermisst. „Das Wrack des Flugzeugs wurde heute Morgen gegen 09:15 Uhr gefunden. Leider gab es keine Überlebenden“, hieß es. Die Fluggesellschaft sprach den Angehörigen ihr Beileid aus. „Wir alle bei Desert Air sind zutiefst erschüttert über diesen Verlust, und unsere Gedanken sind in dieser äußerst schweren Zeit bei allen Betroffenen.“

Der Absturz werde nun von der entsprechenden Behörde untersucht. Bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse der Untersuchung bittet Desert Air, sich nicht an Spekulationen zur Ursache des Unfalls zu beteiligen.

Zu den Opfern gehören die langjährige Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, Silke Lohmiller, sowie ihr Ehemann Richard und der gemeinsame Sohn. Sie stammten aus der Region Heilbronn. Lohmiller war nach Angaben der Stiftung mehr als vier Jahrzehnte für die Schwarz Unternehmensgruppe tätig, zu der Lidl und Kaufland zählen.

Die Stiftung würdigte Lohmiller. Sie sei „über vier Jahrzehnte eine prägende Führungspersönlichkeit der Schwarz-Unternehmensgruppe“ gewesen. „Wir verlieren mit Silke Lohmiller eine herausragende Persönlichkeit und eine engagierte Gestalterin, die die Bildungslandschaft in unserer Region und auch bundesweit nachhaltig geprägt hat“, gab Stiftungs-Geschäftsführer Reinhold R. Geilsdörfer zu Protokoll. „Ihr unermüdlicher Einsatz galt stets dem Ziel, allen jungen Menschen Zukunftschancen zu eröffnen. Wir trauern nicht nur um eine geschätzte Kollegin, sondern um einen besonders warmherzigen Menschen, den wir sehr vermissen werden.“

Die Touristen waren demnach am Sonntag mit einer Cessna 210 vom internationalen Flughafen der Hauptstadt Windhuk abgeflogen. Der Kleinflieger hätte demnach etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen sollen, erreichte aber nie sein Ziel. Das Wrack sei am Montagmorgen gefunden worden. Namibische Behörden hätten eine offizielle Untersuchung in die Unfallursache eingeleitet, hieß es weiter.

Sossusvlei ist eines der bekanntesten Touristenziele in dem südwestafrikanischen Land, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören.

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