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Die tunesisch-italienische Verteidigungspartnerschaft festigt sich und strebt einen qualitativen Sprung an, insbesondere im Bereich der Marinekooperation, die angesichts der gemeinsamen Herausforderungen im Mittelmeer zunehmend als zentral angesehen wird. Der tunesische Verteidigungsminister, Khaled Sehili, empfing den Stabschef der italienischen Marine, Admiral Giuseppe Berutti Bergotto. Während des Treffens lobte Sehili laut einer Erklärung des tunesischen Verteidigungsministeriums „die Stärke der historischen Beziehungen zwischen Tunesien und Italien sowie die enge Koordination ihrer Marinen“. Er hob die „Dynamik der militärischen Zusammenarbeit“ hervor, die vom Erfahrungsaustausch bis zur Ausbildung von Tauchern, einschließlich Unterwasser- und hydrographischer Bereiche, reicht und als unerlässlich für die Sicherheit der Schifffahrt gilt. Der tunesische Minister zeigte sich zudem zufrieden mit den regelmäßigen Treffen des tunesisch-italienischen Gemeinsamen Militärausschusses und den Ergebnissen seiner 27. Sitzung, die im vergangenen März in Tunesien stattfand. Er unterstrich das Engagement für die Umsetzung von Kooperationsprogrammen und gemeinsamen Aktivitäten zur Stärkung der Einsatzfähigkeit beider Marinen.
Der Besuch von Admiral Berutti Bergotto in Tunis fällt mit dem Zwischenstopp der „Federico Martinengo“ im Hafen von La Goulette zusammen. Die Fregatte gehört zur neuesten Generation der italienischen Marine und ist ein Mehrzweckschiff der FREMM-Klasse (European Multi-Mission Frigates). Sie ist für Einsätze in verschiedenen Szenarien konzipiert, von der maritimen Überwachung bis zur Abwehr von Bedrohungen auf See und unter Wasser. Minister Sehili bekräftigte Tunesiens Bestreben, die Zusammenarbeit zu einer strategischen Partnerschaft auszubauen, die auf Vertrauen und gemeinsamen Interessen beruht. Dies gilt insbesondere angesichts der aktuellen Herausforderungen im Mittelmeerraum: von der Energiesicherheit über Such- und Rettungsaktionen bis hin zur Bekämpfung von Menschenhandel und irregulärer Migration. Während der Gespräche, so dieselbe Quelle weiter, wurde auch Italiens Beitrag zu Entwicklungsprojekten in den südlichen und Wüstenregionen Tunesiens hervorgehoben, beispielsweise in Rejim Maatoug und Al Muhaddith (Gouvernement Kebili), sowie die logistische Unterstützung für das Berufsausbildungsinstitut für Taucher in Zarzis. Der Stabschef der italienischen Marine zeigte sich zufrieden mit der bilateralen Militär- und Entwicklungspartnerschaft und bekräftigte Italiens Bereitschaft, die Zusammenarbeit weiter zu stärken, um die Fähigkeiten der Marinen beider Länder zu unterstützen und zur Stabilität und Sicherheit des Mittelmeers beizutragen.
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