Besorgt über gewaltsame Zusammenstöße in Madagaskar hat sich Leo XIV. an diesem Mittwoch bei seiner Generalaudienz geäußert.
Mit einer Pilgergruppe des Malteser Hilfsdienstes hat der Papst an diesem Mittwoch vor der Generalaudienz ein Ave Maria auf Deutsch gebetet.
„Ich bin betrübt über die Nachrichten aus Madagaskar über gewalttätige Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und jungen Demonstranten, bei denen einige von ihnen ums Leben gekommen sind und etwa hundert verletzt wurden“, sagte der Papst.
Zum Nachhören – was der Papst sagte
„Beten wir zum Herrn, dass jede Form von Gewalt vermieden und das ständige Streben nach sozialer Harmonie durch die Förderung von Gerechtigkeit und Gemeinwohl unterstützt wird.“
Proteste in Madagaskars Hauptstadt, Aufnahme vom 30. September 2025
Proteste weiteten sich aus
Seit dem 22. September gibt es in Madagaskars Hauptstadt Antananarico Demonstrationen, die sich inzwischen auf das ganze Land ausgeweitet haben. Bei Zusammenstößen sollen dabei bereits Dutzende Menschen getötet worden sein. Sicherheitskräfte setzten gegen die Demonstrierenden Tränengas, Blendgranaten und Gummigeschosse ein, berichteten Medien.
Auslöser der Unruhen sind offenbar Stromausfälle und Wasserknappheit, auch gegen Korruption und Polizeigewalt werde demonstriert. Auf die Straße gingen junge Leute und andere Bürger aus der Bildungs- und Arbeiterschicht. Madagaskars Präsident Rajoelina entließ als Reaktion die Regierung, doch die Demonstrierenden fordern auch den Rücktritt des Präsidenten selbst. Nach UNO-Angaben wurden seit Ende vergangener Woche mindestens 22 Menschen durch Sicherheitskräfte getötet.
(vatican news – pr)