Afrikanische Gesundheitsbehörde ist alarmiert
Bereits mehr als 60 Tote: Krisensitzung nach Ebola-Ausbruch
15.05.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Medizinische Helfer: Nach einem Ebola-Ausbruch im Kongo schlägt die afrikanische Gesundheitsbehörde CDC Alarm. (Quelle: Jerome Delay/ap)
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Im Kongo ist es zu einem Ebola-Ausbruch gekommen – möglicherweise haben sich bereits mehr als 200 Menschen angesteckt. Laut Experten könnte sich die Lage schnell zuspitzen.
In der Demokratischen Republik Kongo ist das gefährliche Ebola-Fieber ausgebrochen. Laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC sind bereits 65 Todesfälle bestätigt. Insgesamt gebe es 246 Verdachtsfälle.
Erste Labor-Untersuchungen deuten darauf hin, dass es sich bei dem Virus nicht um die häufigste Ebola-Variante handelt, sondern um eine andere Art der Krankheit. Die Ergebnisse der Sequenzierung liegen der Africa CDC allerdings bisher nicht vor.
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Maximilian Gertler, ein Tropenmediziner von der Charité in Berlin, erklärte: „Wenn es so losgeht, ist es meistens katastrophal.“ Die fast 250 Verdachtsfälle würden darauf hindeuten, dass der Ausbruch schon seit Wochen im Gang ist – allerdings nicht entdeckt wurde. Gertler schlussfolgert deswegen: „Vermutlich kommt es aus einer sehr abgelegenen Gegend.“
Ebola: Sterblichkeit kann 90 Prozent erreichen
Auch das CDC ist wegen des aktuellen Ausbruchs sehr alarmiert: Die Provinz Ituri, in der es vier bestätigte Ebola-Tote gibt, grenzt an Uganda und den Südsudan. Da es in der städtischen Grenzregion intensive Bevölkerungsbewegung gebe, erhöht sich das Risiko weiter.
Die Behörde hat deswegen eine dringende Sitzung einberufen, bei der neben den Gesundheitsbehörden aus Kongo, Uganda und dem Südsudan auch internationale Gesundheitsorganisationen teilnehmen sollen.
Ebola ist eine lebensbedrohliche und ansteckende Infektionskrankheit. Das Virus kann sowohl durch Körperkontakt als auch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen werden. Laut dem Robert Koch-Institut liegt die Sterblichkeit bei bis zu 90 Prozent, sollten Infizierte nicht direkt behandelt werden.
Bei einem Ebola-Ausbruch in den Jahren 2014 und 2015 waren in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. In der Demokratischen Republik Kongo war zuletzt im vergangenen Jahr ein Ebola-Ausbruch bekannt geworden. Damals kamen 45 Menschen ums Leben.

