Entgegen der verschärften Einreiseregeln für bestimmte Länder wollen die USA für Zuschauer der Fußballweltmeisterschaft auf eine Kaution verzichten. Für Einreisende
mit einem gültigen Ticket sei keine Zahlung erforderlich, bestätigte
eine Mitarbeiterin des US-Außenministeriums der Nachrichtenagentur AP. Normalerweise müssen Bürger aus 50 Ländern Kautionen von bis zu 15.000 US-Dollar hinterlegen, um in die USA einzureisen. Die Liste umfasst vor allem Länder aus dem Nahen Osten sowie aus Afrika.

Mit der Kaution in Höhe von 15.000 US-Dollar (rund 12.800 Euro) will die US-Regierung die Einreisenden nach eigenen Angaben davon abhalten, ihr Visum zu überziehen und dem Staat Kosten zu verursachen. Die Kaution soll zurückerstattet werden, sofern sich die Reisenden an die Vorgaben halten oder die Reise nicht antreten.

Die angekündigten Erleichterungen kommen Zuschauern aus den WM-Teilnehmerländern Tunesien, Kap Verde, Elfenbeinküste, Senegal sowie Algerien zugute. Staatsbürger der Länder müssten die Kaution normalerweise entrichten.

New York und New Jersey senken Anreisepreise

Erleichterungen gibt es auch für Fans, die WM-Spiele an der US-Ostküste verfolgen. Die Organisatoren in New York und New Jersey senkten die Transportkosten für Fans. Sie reagieren damit auf Kritik an den Preisen für Fahrten zu den WM-Spielen im MetLife Stadium in East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey.

Statt bislang 80 US-Dollar sollen Hin- und
Rückfahrt mit den Shuttlebussen von Manhattan zum Stadion nun nur noch
20 US-Dollar kosten. Auch die ursprünglich stark kritisierten Preise für
Zugtickets von New Yorks
Hauptbahnhof Penn Station zum Stadion wurden erneut vergünstigt. Der
Preis für die Sondertickets der Verkehrsgesellschaft NJ Transit sinkt
von zunächst 150 US-Dollar auf nun 98 US-Dollar für Hin- und Rückfahrt. Regulär kostet die Strecke nach offiziellen Angaben rund 12,90 US-Dollar.

© unsplash.com

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Die Gouverneurin des Bundesstaats New York, Kathy Hochul, sprach in einer Pressemitteilung von einer »einmaligen Chance« für New York. Die Anfahrt zur WM solle »so erschwinglich und
zugänglich wie möglich« werden, schrieb sie auf der Plattform X. 20
Prozent der Bustickets würden dabei exklusiv für Einwohner und Einwohnerinnen des
Bundesstaats New York reserviert. Fans, die bereits Bustickets zum alten Preis gekauft haben, sollen automatisch 60 US-Dollar zurückerstattet bekommen.

Das Finale wird im MetLife Stadium ausgetragen

Die Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill, teilte auf X mit, die Senkung der Zugpreise erfolge »ohne Geld der Steuerzahler in New Jersey«. Unterstützt werde das Vorhaben von Sponsoren wie einem Essenslieferdienst sowie Sportwettenanbietern. Alex Lasry, Chef des regionalen WM-Organisationskomitees, teilte mit, ein zugängliches WM-Erlebnis für Besucher ebenso wie für die Menschen in New York und New Jersey habe »höchste Priorität«.

Nach Angaben der Organisatoren sollen die Shuttlebusse je nach Spieltag zwischen 12.000 und
18.000 Fans transportieren. Dafür sollen zusätzlich gelbe Schulbusse
eingesetzt werden. Die Busse fahren von mehreren Standorten in Manhattan
ab – unter anderem vom Port Authority Bus Terminal. Im MetLife Stadium werden während der WM acht Spiele ausgetragen, darunter auch das Finale am 19. Juli 2026.

Kalifornien prüft mögliche Verstöße beim Ticketverkauf

Im Bundesstaat Kalifornien kommt es unterdessen zu Kritik an der Geschäftspraxis des Weltfußballverbands Fifa. Die Behörden verlangen Klarstellungen wegen möglicher Verstöße im Zusammenhang mit dem
Ticketverkauf. Das teilte
Generalstaatsanwalt Rob Bonta mit. Einem Medienbericht
zufolge sollen einige Fußballfans Tickets
der teuersten Kategorie 1 gekauft haben, bevor ihnen dann Plätze
zugewiesen wurden, die zuvor in einer günstigeren Kategorie ausgewiesen
worden waren.

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