Iran-Krieg im Liveticker+++ 01:50 Bericht: Tote und Verletzte bei israelischem Angriff im Libanon +++TeilenFolgen auf:
Bei einem mutmaßlich von Israels Armee geführten Angriff im Süden des Libanons sollen sechs Menschen getötet worden sein. Drei der Todesopfer bei der Attacke auf ein Zentrum des Zivilschutzes im Bezirk Nabatieh seien Sanitäter gewesen, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Weitere 22 Menschen seien bei dem Angriff verletzt worden. Das israelische Militär äußert sich bislang nicht dazu. Die USA haben gerade die Verlängerung der aktuell geltenden Waffenruhe zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon um 45 Tage bekanntgegeben. Allerdings war die Feuerpause bereits in den vergangenen Wochen von beiden Seiten immer wieder verletzt worden.
+++ 00:43 Indien erhöht erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise +++
In Indien sind erstmals seit Beginn des Iran-Kriegs die Spritpreise erhöht worden. Seit dem Morgen (Ortszeit) hätten die Mineralölunternehmen die Preise für Benzin sowie für Diesel um 3 Rupien (0,02 Euro) pro Liter angehoben, berichten indische Medien. Es ist der höchste Anstieg seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor über vier Jahren. Dem indischen Sender NDTV zufolge ist es jetzt der geringste Preisanstieg unter den größten Volkswirtschaften. Indiens Premierminister Narendra Modi hatte seine Landsleute zuletzt angesichts der Nahost-Krise und steigender Energiekosten aufgerufen, Sprit zu sparen und auch wieder mehr von zu Hause aus zu arbeiten. Der Verbrauch von Benzin und Diesel müsse runter, ratsam seien daher öffentliche Transportmittel.
+++ 23:33 Trump über Iran: „Ich habe nichts unterschätzt“ +++
US-Präsident Trump weist es von sich, die Widerstandsfähigkeit des Irans unterschätzt zu haben. Auf die Frage, ob er die Schmerztoleranz des Irans verkannt habe, sagt Trump dem Sender Fox News: „Ich habe nichts unterschätzt.“ Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde, aktuell ist aber kein Ende in Sicht. Die USA hätten den Iran „unglaublich hart“ getroffen, betont Trump. Man hätte die Brücken stehen und die Stromversorgung intakt gelassen. „Wir können das alles in zwei Tagen lahmlegen“, so der US-Präsident. Er hatte dem Iran im Laufe des Kriegs mehrfach mit Angriffen auf dessen Energiesektor und Infrastruktur gedroht.
+++ 22:27 Libanon: Zivilisten leiden unter „immer verheerenderen Folgen“ der israelischen Angriffe +++
Nach Angaben des UN-Nothilfekoordinators für den Libanon leidet die Zivilbevölkerung trotz des aktuell pro forma geltenden Waffenstillstands vom vergangenen Monat weiterhin „unter den immer verheerenderen Folgen“ der israelischen Angriffe. „Während die diplomatischen Bemühungen andauern und die Hoffnung besteht, dass die laufenden Verhandlungen den Weg für eine politische Lösung ebnen, ist die Lage vor Ort im Libanon zutiefst alarmierend“, so Imran Riza in einer Erklärung. „Luftangriffe und Zerstörungen gehen täglich weiter und fordern einen inakzeptablen Tribut an Zivilisten und ziviler Infrastruktur.“ Die Angriffe hätten auch „einen inakzeptablen Tribut“ an Ersthelfern und medizinischen Teams gefordert, die unter gefährlichen Bedingungen arbeiten, fügte er hinzu. „Die steigenden Opferzahlen stehen für verlorene oder unwiderruflich geschädigte Leben, zerrissene Familien und Gemeinschaften, die gezwungen sind, wiederholte Zyklen von Angst, Vertreibung und Verlust zu durchleben“, erklärt Riza.
+++ 21:17 Kanada: Fast 200 Ex-Diplomaten fordern „strenge“ Sanktionen gegen Israel +++
Rund 200 ehemalige kanadische Diplomaten fordern die Regierung von Premierminister Mark Carney auf, wegen der sich verschlechternden Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten und im Libanon „strenge“ Sanktionen gegen Israel zu verhängen. Wie die Nachrichtenagentur Canadian Press berichtet, sandten die ehemaligen Diplomaten einen Brief an verschiedene Medien, in dem sie erklären: „Ohne strenge internationale Sanktionen wird die israelische Regierung weiterhin das Völkerrecht und die Menschenrechte missachten und ihre Pläne zum Ausbau der Siedlungen vorantreiben.“ Der Brief sei von 190 ehemaligen Diplomaten unterzeichnet worden, die hochrangige Positionen innegehabt hätten. „Zwar erkennt Kanada Israels legitime Sicherheitsbedenken hinsichtlich der Hisbollah an, doch die Zerstörung ganzer Städte und die hohe Zahl ziviler Todesopfer stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht dar“, heißt es in dem Brief unter Bezugnahme auf die Lage im Libanon.
+++ 20:27 USA verkünden Verlängerung der Waffenruhe im Libanon +++
Die aktuell geltende Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel soll nach US-Angaben um 45 Tage verlängert werden. Das teilt ein Sprecher des US-Außenministeriums auf der Plattform X mit. Die Hisbollah äußert sich bislang nicht. Der Libanon und Israel hatten sich Mitte April nach Gesprächen auf Diplomatenebene erstmals auf eine Waffenruhe geeinigt. Die libanesische Regierung ist allerdings selbst keine aktive Konfliktpartei. Israel liefert sich Gefechte mit der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Der gegenseitige Beschuss wurde trotz der Waffenruhevereinbarung von beiden Seiten fortgesetzt. Libanesischen Medienberichten zufolge wurden bei israelischen Angriffen im Süden des Libanons allein im Laufe des Tages mehrere Menschen getötet. Dutzende wurden verletzt, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.
+++ 19:43 USA setzten Schiffe fest – erneut iranische und pakistanische Seeleute freigekommen +++
Inmitten festgefahrener Verhandlungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten holt Pakistan eigene und iranische Seeleute heim. Die 20 Iraner und elf Pakistaner seien „an Bord von Schiffen gewesen, die auf hoher See von den Vereinigten Staaten festgesetzt wurden“, schrieb der pakistanische Außenminister Ishaq Dar auf X. Sie seien wohlauf und an Bord eines Flugzeugs nach Islamabad. Die iranischen Seeleute würden dann von Pakistan in den Iran überstellt. Pakistan hat die Seeleute demnach in Vermittlung mit Singapur zurückgeholt. Bereits Anfang Mai hatte Pakistan die Rückführung von iranischen Seeleuten bekanntgegeben. Seit fünf Wochen gilt im Konflikt zwischen den USA und dem Iran eine fragile Waffenruhe, Verhandlungen sind jedoch ins Stocken gekommen. Pakistan vermittelt zwischen den Kriegsparteien.
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