Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Sonntag wegen eines grassierenden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. In der betroffenen kongolesischen Provinz Ituri und im Nachbarland Uganda sind bislang rund 250 Erkrankungen und 80 Todesfälle registriert worden.
Die UN-Behörde in Genf will mit diesem Schritt die Nachbarländer des Kongo in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und internationale Unterstützung mobilisieren. Ein Pandemie-Alarm liegt laut offiziellen Angaben jedoch ausdrücklich noch nicht vor. Die Behörden befürchten eine hohe Dunkelziffer, da die betroffene Region von humanitärer Not und ständigen Bevölkerungsbewegungen geprägt ist.
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Sonntag wegen eines grassierenden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. In der betroffenen kongolesischen Provinz Ituri und im Nachbarland Uganda sind bislang rund 250 Erkrankungen und 80 Todesfälle registriert worden.
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Die UN-Behörde in Genf will mit diesem Schritt die Nachbarländer des Kongo in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und internationale Unterstützung mobilisieren. Ein Pandemie-Alarm liegt laut offiziellen Angaben jedoch nicht vor. Die Behörden befürchten eine hohe Dunkelziffer, da die betroffene Region von humanitärer Not und Fluchtbewegungen geprägt ist.
Für den aktuellen Ausbruch ist der seltene Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verantwortlich, gegen den es im Gegensatz zur bekannten Zaire-Variante bislang keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH hat diese Variante jedoch eine niedrigere Sterblichkeitsrate von rund 37 Prozent.

„dass der ausbruch möglicherweise viel größer ist als bislang entdeckt und berichtet““, „content“: „
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Sonntag wegen eines grassierenden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. In der betroffenen kongolesischen Provinz Ituri und im Nachbarland Uganda sind bislang rund 250 Erkrankungen und 80 Todesfälle registriert worden.
Die UN-Behörde in Genf will mit diesem Schritt die Nachbarländer des Kongo in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und internationale Unterstützung mobilisieren. Ein Pandemie-Alarm liegt laut offiziellen Angaben jedoch nicht vor. Die Behörden befürchten eine hohe Dunkelziffer, da die betroffene Region von humanitärer Not und Fluchtbewegungen geprägt ist.

Für den aktuellen Ausbruch ist der seltene Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus verantwortlich, gegen den es im Gegensatz zur bekannten Zaire-Variante bislang keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH hat diese Variante jedoch eine niedrigere Sterblichkeitsrate von rund 37 Prozent.
„dass der ausbruch möglicherweise viel größer ist als bislang entdeckt und berichtet“, warnte die WHO im Hinblick auf den ansteigenden Trend von Verdachts- und Todesfällen.
Die Organisation wies zudem darauf hin, dass ein Übergreifen der Erkrankung auf urbane Zentren droht, da bereits ein erster Fall der Fieberkrankheit in der weit entfernten kongolesischen Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen wurde.

„Die internationale verbreitung ist bereits dokumentiert“, teilte die WHO bezüglich der regionalen Ausbreitung mit.
Angesichts der epidemiologischen Unsicherheit stuften die Gesundheitsexperten alle zehn Nachbarstaaten der Demokratischen Republik Kongo, darunter Angola, den Südsudan, Ruanda und Tansania, als besonders gefährdet ein. Dennoch sprach sich die UN-Behörde strikt gegen Grenzschließungen aus, um illegale und unkontrollierte Grenzübertritte zu verhindern.
Das Auswärtige Amt in Berlin reagierte auf die Lage und veröffentlichte eine offizielle Reisewarnung für die vom Ausbruch betroffene kongolesische Provinz Ituri.

„Vor reisen in die provinz ituri wird gewarnt“, heißt es bezüglich des aktuellen Eboloa-Ausbruchs auf der Seite des Auswärtigen Amts.
Die deutsche Behörde rät Reisenden in der Region zur strikten Einhaltung von Sicherheitsvorgaben, dem Meiden von Menschenansammlungen sowie dem konsequenten Verzicht auf den Kontakt zu Erkrankten und Wildtieren. Das Virus wird durch den direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen übertragen.
Aufgrund des Fehlens spezifischer Medikamente müssen sich medizinische Helfer vor Ort auf grundlegende lebenserhaltende Maßnahmen konzentrieren.

„Ein schwerer krankheitsverlauf kann zu blutungskomplikationen, multiorganversagen und zum tod führen“, ergänzte dazu Daniela Manno von der London School of Hygiene and Tropical Medicine.
Mediziner versuchen in den Behandlungszentren, die Erkrankten durch gezielte Zufuhr von Flüssigkeit und die Stabilisierung des Kreislaufs zu retten.
„Da es keine therapeutischen möglichkeiten gibt, beschränkt sich die behandlung auf unterstützende maßnahmen wie die rehydrierung sowie die stabilisierung der sauerstoffversorgung und des blutdrucks“, erklärt Anne Cori vom Imperial College London.
Zwei infizierte Personen, die aus dem Kongo nach Uganda reisten, verdeutlichen die logistischen Herausforderungen bei der Eindämmung des Erregers im östlichen Afrika.