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Die Türkei strebt eine baldige Erneuerung ihres Flüssigerdgas-Liefervertrags (LNG) mit Algerien an und stärkt damit gleichzeitig ihre Ambitionen als regionales Energiezentrum in Südosteuropa. Dies erklärte der türkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen. Alparslan Bayraktar, am Ende des Treffens in Ankara zwischen dem algerischen Präsidenten Abdelmadjid Tebboune und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. „Wir hoffen, noch in diesem Jahr ein neues Abkommen abzuschließen“, sagte Bayraktar und wies darauf hin, dass das aktuelle Abkommen zwischen dem türkischen Energieunternehmen Botas und dem algerischen Unternehmen Sonatrach im September 2027 ausläuft. Laut dem Minister strebt Ankara eine Verlängerung des Vertrags um fünf bis zehn Jahre an.
Die Energiekooperation zwischen Algerien und der Türkei reicht bis ins Jahr 1988 zurück, als das erste Gaslieferabkommen zwischen Botas und Sonatrach unterzeichnet wurde, das seither mehrfach verlängert wurde. Heute ist Algerien einer der wichtigsten LNG-Lieferanten der Türkei. Bayraktar erklärte, dass die aktuellen Liefermengen bei rund 4,4 Milliarden Kubikmetern jährlich liegen, aber im Rahmen des künftigen Abkommens auf 6 bis 6,5 Milliarden Kubikmeter steigen könnten. Die Aussagen des Ministers bestätigen die türkische Strategie, die Rolle des Landes als regionales Energiezentrum zu festigen. Ein Teil des algerischen LNG könnte in türkischen Anlagen regasifiziert und anschließend nach Europa, insbesondere über Bulgarien, reexportiert werden.
Das Projekt ist Teil eines umfassenderen europäischen Prozesses zur Diversifizierung der Energieversorgung, der durch den Krieg in der Ukraine und die Spannungen auf dem globalen Gasmarkt beschleunigt wurde. In diesem Kontext stärkt Algerien seine strategische Position als zuverlässiger Energielieferant für den Mittelmeerraum und Südeuropa. Laut Bayraktar konzentrierten sich die Gespräche zwischen Ankara und Algier auch auf eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Botas und Sonatrach bei der Offshore-Öl- und Gasexploration in algerischen Gewässern. Dies unterstreicht den Wunsch beider Länder, ihre Energiepartnerschaft über traditionelle Lieferverträge hinaus auszuweiten.
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