Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) hat am Dienstag, den 19. Mai 2026, wegen der rasanten Ausbreitung des Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda den Notstand für den gesamten afrikanischen Kontinent ausgerufen.
Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministeriums wurden in der Region bereits 513 Verdachtsfälle sowie 131 vermutete Todesopfer registriert. Experten sind besonders besorgt, da es sich um die seltene Bundibugyo-Variante handelt, für die es aktuell weder wirksame Therapien noch einen Impfstoff gibt.
Die Africa CDC begründet den kontinentalen Notstand mit einem massiven Risiko für eine regionale Verschleppung der Infektionskrankheit. Als Hauptursachen für diese Gefahr nennt die Behörde den intensiven grenzüberschreitenden Personenverkehr sowie die hohe Mobilität im Rahmen von Bergbauaktivitäten.

Zusätzlich erschweren mangelhafte Kontrollmaßnahmen zur Infektionsprävention, die prekäre Sicherheitslage in den betroffenen Zonen und die direkte Nähe zu Ruanda und dem Südsudan die Eindämmung. Während Ruanda seine Grenze zum Osten des Kongos bereits geschlossen hat, fordert die Africa CDC die Weltgemeinschaft auf, vorerst auf Reisebeschränkungen zu verzichten.
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Das Epizentrum des Ausbruchs, der vermutlich in der dritten Aprilwoche begann und Anfang Mai offiziell gemeldet wurde, liegt in der kongolesischen Nordost-Provinz Ituri. Es ist der insgesamt 17. Ebola-Ausbruch im Kongo seit dem Jahr 1976 und erst das dritte Mal, dass die Bundibugyo-Variante nachgewiesen wurde.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte aufgrund der Epidemie bereits am vergangenen Wochenende eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Zur weiteren Abstimmung der internationalen Hilfsmaßnahmen berief die WHO für Dienstag eine Krisensitzung ein.
