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Sein Vater Moudachirou Amadou (54) war ein gestandener Zweit- und Bundesliga-Profi bei Energie Cottbus, dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli. Er bestritt zudem 117 Länderspiele für sein Heimatland Benin und war zeitweise auch Mannschaftskapitän. Nun schickt sich sein Sohn an, in die Fußstapfen des Papas zu treten. Zumindest erst mal international…
Amiro Amadou (23), Verteidiger vom Regionalligisten BFC Dynamo, wurde von Benins Nationaltrainer Gernot Rohr für die Länderspiele des westafrikanischen Landes gegen Togo, Palästina und Kongo nominiert. Für Amadou, der die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt, geht mit der erstmaligen Berufung für Benin ein Traum in Erfüllung. „Der Trainer rief mich persönlich an, um mir die Nominierung mitzuteilen. Ich bin mächtig stolz und voller Vorfreude“, sagt Amadou.
Los geht es am 25. Mai. Dann startet ein einwöchiges Trainingslager in Cotonou, bevor die Mannschaft weiterfliegt nach Casablanca, um in Marokko die drei Länderspiele zu bestreiten. Am 9. Juni ist der Rückflug nach Berlin geplant.
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Nationaltrainer Rohr will die offiziellen Testländerspiele nutzen, um Spieler für den kommenden Afrika-Cup 2027 in Tansania, Uganda und Kenia zu sichten. Sollte es Verständigungsprobleme geben (in Benin ist Französisch die Hauptsprache), ist das auch kein Problem, da Rohr (trainierte früher auch Eintracht Frankfurt in der Bundesliga) Deutscher ist.
Bevor der Abwehrspieler sein Debüt für Benin gibt, steht aber in Berlin noch ein sportlicher Höhepunkt an. Am Samstag (11.30 Uhr) steigt das Landespokalfinale gegen die VSG Altglienicke. „Die Partie wollen wir gewinnen und uns für den DFB-Pokal qualifizieren“, sagt Amadou.
Wie es ab Sommer für ihn weitergeht, ist noch offen, sein Vertrag beim ehemaligen DDR-Serienmeister läuft aus. Der BFC möchte mit ihm verlängern, aber es liegen auch Angebote aus dem Ausland für ihn vor. Hinterlässt er bei den Länderspielen einen guten Eindruck, dürfte das für seine Zukunftsentscheidung kein Nachteil sein.