Wie geht es weiter?

Brauerei von Sachsengold meldet Insolvenz an

18.03.2026Lesedauer: 1 Min.

Sachsengold-Bierkästen (Archivbild): Neben der Marke Sachsengold braut die Zwickauer Mauritius Brauerei auch die Hopfenkrone und das kultige Trabi-Bier Deluxe.Vergrößern des Bildes

Sachsengold-Bierkästen (Archivbild): Neben der Marke Sachsengold braut die Zwickauer Mauritius Brauerei auch die Hopfenkrone und das kultige Trabi-Bier Deluxe. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer)

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Das sächsische Traditionsunternehmen wird nun zunächst durch einen Insolvenzverwalter geführt. In Zwickau werden wohl erste Gespräche über die nächsten Schritte geführt.

Die Zwickauer Mauritius Brauerei ist insolvent. Das Amtsgericht Chemnitz bestätigte der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Antrag des Unternehmens vom Dienstag. Zuvor hatte die Chemnitzer „Freie Presse“ darüber berichtet.

Das Gericht bestellte den Fachanwalt für Insolvenzrecht Henry Girbig zum Insolvenzverwalter. Gründe für die Insolvenz wurden bisher nicht genannt. Die Kanzlei des Insolvenzverwalters und auch die Brauerei wollten sich zunächst nicht äußern. Nach dpa-Informationen findet aktuell vor Ort ein Gespräch über die nächsten Schritte statt.

Großbrauerei hat Zwickauer Mauritius Brauerei 2018 übernommen

Die nach eigenen Angaben mehr als 160 Jahre alte Zwickauer Mauritius Brauerei war 2018 von der Stuttgarter Dinkelacker-Schwaben Bräu GmbH & Co. KG und dem geschäftsführenden Gesellschafter Jörg Dierig übernommen worden. Dierig war zuvor Geschäftsführer der Oettinger Brauerei.

In Sachsen ist der Absatz von Bier nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zuletzt stärker geschrumpft als im Bundesdurchschnitt. Im vergangenen Jahr sind insgesamt rund 620 Millionen Liter im Freistaat abgesetzt worden. Das entspricht einem Rückgang um etwa 6,9 Prozent.

Bundesweit ist der Biermarkt im selben Zeitraum um sechs Prozent geschrumpft – so stark wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Steffen Dittmar, Präsident des Sächsischen Brauerbundes, sprach von einer dramatischen Lage. Mindestlohn, Energiekosten und Bürokratie seien zusätzliche Belastungen für die Brauereibranche.