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Der Präsident der Libyan National Oil Corporation (NOC), Massoud SuleimanDie NOC gab über ihre Social-Media-Kanäle bekannt, dass sie mit Eni die Stärkung der Zusammenarbeit bei Gasprojekten und die Entwicklung mehrerer strategischer Initiativen im libyschen Energiesektor erörtert habe. Laut Suleiman traf sich der Präsident der NOC mit dem Geschäftsführer von Eni Nordafrika. Alessandro Tiani, um „die Aussichten auf eine Stärkung der gemeinsamen Zusammenarbeit bei Gasprojekten“ zusammen mit einer Reihe technischer und strategischer Dossiers von gemeinsamem Interesse zu prüfen.
Während des Treffens erörterten die Parteien Entwicklungsmöglichkeiten für laufende Gasprojekte und Wege zur Beschleunigung ihrer Produktionsaufnahme. Außerdem wurden mögliche Mechanismen zur Produktionssteigerung aus bestehenden Feldern und zur Unterstützung der Projektumsetzungspläne der NOC besprochen. Laut Suleiman umfassten die Gespräche auch das Projekt zur Nutzung des derzeit durch Abfackeln (die unkontrollierte Verbrennung von spontan bei der Förderung entstehendem Gas) im Offshore-Feld Bouri verlorenen Gases sowie die Entwicklungsarbeiten für die Anlagen zur Erfassung, Analyse und Bewertung (A&E).
Das Dossier ist Teil des umfassenderen Plans von Eni in Libyen, der sich auf drei Bereiche konzentriert: die Aufrechterhaltung der Offshore-Produktion durch das Projekt „Sabratha Compression“ im Feld Bahr Essalam, die Gewinnung von Begleitgas, das derzeit unkontrolliert abgeführt oder abgefackelt wird, durch das Projekt „Bouri Gas Utilization“ und die Erschließung neuer Offshore-Felder, die mit den Anlagen der „A&E“ verbunden sind – der größten Energieinvestition in Libyen der letzten zwanzig Jahre. Laut früheren Rekonstruktionen von „Nova AgenturDer Gesamtplan ist mit Investitionen in Höhe von schätzungsweise 10 Milliarden Dollar verbunden und zielt darauf ab, die Verfügbarkeit von Gas für den libyschen Inlandsmarkt schrittweise zu erhöhen und mittelfristig auch für Exporte nach Italien über die GreenStream-Gaspipeline.
In den letzten Jahren hat Eni seine Präsenz in Libyen verstärkt und sich dabei vor allem auf die Modernisierung seiner Anlagen in Bahr Essalam und Mellitah konzentriert, die auch für die italienische und mediterrane Energiesicherheit als strategisch wichtig gelten. Angesichts der Spannungen am Golf und der Befürchtungen potenzieller Unterbrechungen des Energietransports in der Straße von Hormus hat die Libyen-Frage für Rom weiter an Bedeutung gewonnen, obwohl der Großteil des geförderten Gases weiterhin für den libyschen Inlandsmarkt zur Unterstützung der nationalen Stromerzeugung bestimmt ist. Der Präsident der NOC betonte seinerseits die Wichtigkeit der fortgesetzten Koordination und Partnerschaft mit Eni, um Energieprojekte nach höchsten technischen und betrieblichen Standards umzusetzen.
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