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Berlin – Seit Mittwoch wird der mit dem Ebola-Virus infizierte US-amerikanische Missionsarzt Peter Stafford (39) im Virchow-Klinikum der Charité in Berlin behandelt. Hinter schweren Sicherheitstüren und Schleusenkammern der Klinik kämpfen Berliner Ärzte dort gegen eines der gefährlichsten Viren der Welt und um Staffords Leben. Unterdessen hat sich Stafford erstmals nach seiner Infizierung gemeldet. Gegenüber seinem Arbeitgeber, der Missionsorganisation „Serge“, sagte er: „Bevor ich evakuiert wurde, war ich zutiefst besorgt, dass ich es nicht schaffen würde. Jetzt bin ich jedoch vorsichtig optimistisch.“

Dr. Peter Stafford hatte sich im Osten der Demokratischen Republik Kongo mutmaßlich mit der Ebola-Variante Bundibugyo infiziert. Als er ausgeflogen wurde, konnte er nicht mehr ohne Hilfe gehen und litt unter Fieber und Übelkeit. Nach Angaben von Dr. Scott Myhre, bei „Serge“ zuständiger Regionalleiter für Ost- und Zentralafrika, sei Stafford zwar schwer erkrankt, doch sein Zustand verschlechtere sich derzeit nicht weiter.

Die Sonderisolierstation auf dem Gelände des Virchow-Klinikums am Nordufer: Hier ist die Familie Stafford untergebracht

Die Sonderisolierstation auf dem Gelände des Virchow-Klinikums am Nordufer: Hier ist die Familie Stafford untergebracht

Laborwerte zeigen in die richtige Richtung

Regionalleiter Myhre: „Ich konnte am Morgen des 21. Mai kurz telefonisch mit Peter sprechen. Er berichtete, dass er sich besser fühle als noch am Vortag und begonnen habe, kleine Mengen Nahrung zu sich zu nehmen. Peter zeigt weiterhin den für Ebola typischen, vorhersehbaren Verlauf von Anzeichen und Symptomen. Er hat die ersten Tage mit unspezifischen Symptomen (Fieber, Gliederschmerzen, Erschöpfung) überstanden und ist nun in eine Phase mit Erbrechen, Durchfall und Hautausschlag eingetreten.“ Und weiter: „Dabei zeigen seine Laborwerte eine leichte Tendenz in die richtige Richtung.“

Gegen das Virus soll Stafford mittlerweile „zwei intravenöse Behandlungen“ erhalten haben, die den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen sollen – und wie es scheint, schlagen diese Behandlungsmethoden der Charité-Ärzte jetzt an.

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Auch Staffords Ehefrau Rebekah (38) und ihre vier Kinder (1 bis 6 Jahre) wurden über Uganda nach Berlin ausgeflogen und kamen am späten Donnerstagabend in der Hauptstadt an. Sie gelten als Kontaktpersonen, seien aber zuletzt symptomfrei und negativ getestet worden. Auch ihr Transport zur Charité erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Sie seien ebenfalls in einem separaten und isolierten Bereich innerhalb der Charité untergebracht und würden ebenfalls medizinisch überwacht.

Riesiger Rettungs-Konvoi in Berlin: Hier kommt die Familie des Ebola-Infizierten an

Quelle: NonstopNews21.05.2026

Mehr als 130 Menschen sind in den vergangenen Wochen in Kongo sowie in Uganda mutmaßlich an einer seltenen Variante des Ebola-Virus gestorben, Hunderte haben sich infiziert. Für die Ebola-Variante Bundibugyo, die sich wochenlang unentdeckt verbreiten konnte, gibt es keine spezifischen Behandlungsmethoden oder Impfstoffe. Die Weltgesundheitsorganisation geht von einem hohen Risiko einer weiteren Ausbreitung auf nationaler und regionaler Ebene aus, nicht aber weltweit.