Deutsch-litauische Delegation bei der Ethiopian Agricultural Authority.
Gemeinsam mit den Konsortialpartnern aus Deutschland und Litauen setzt das LAVES das Twinning-Projekt „Support to the Sanitary and Phytosanitary (SPS) Quality, Monitoring and Control Compliance Systems of Plant-based Primary and semi- processed Agricultural Products in Ethiopia“ zugunsten der Ethiopian Agricultural Authority (EAA) um. Dafür trafen Anfang Juli 2025 die Projektleiter aus Deutschland und Litauen sowie einige Expertinnen und Experten zu einem ersten Besuch vor Ort ein. In enger Abstimmung mit den äthiopischen Partnern erarbeiteten sie gemeinsam einen detaillierten Arbeitsplan für die kommenden Monate und legten die nächsten Schritte für den offiziellen Projektstart fest.
Ziel des Projekts ist es, die Sicherheit und Qualität pflanzlicher Erzeugnisse und deren Kontrollen im föderalen System Äthiopiens zu verbessern, um Lebensmittelsicherheit und Ernährungssicherung für äthiopische Verbraucherinnen und Verbraucher zu stärken. Außerdem soll damit der Zugang zum EU-Markt vereinfacht werden. Angelegt ist das Projekt für drei Jahre.
Das LAVES berät die äthiopischen Partner zu:
Entwicklung rechtlicher Rahmenbedingungen und Richtlinien für die Lebensmittelwertschöpfungskette und Lebensmittelsicherheitspolitik gemäß internationalen Standards
Kapazitätsaufbau für technisches Personal im Kontroll- und Zertifizierungssystem
Stärkung der Behörden für SPS-Maßnahmen und Produktqualitätsüberwachung
Verbesserung von Datenmanagementsystemen
Einrichtung einer Kommunikations- und Koordinationsplattform zwischen regionalen Staaten und der Bundesregierung Äthiopiens
Vor dem Hintergrund lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche hat die äthiopische Regierung in den letzten Jahren eine Reihe von Strategien zur Stärkung von Lebensmittelsicherheit entwickelt. Das Twinning-Projekt wird zur Umsetzung dieser Strategien beitragen und ein koordiniertes Zusammenspiel verschiedene zuständiger Institutionen fördern.
Informationen zur Kickoff-Veranstaltung im März 2026 finden sich auf der LinkedIn-Seite des Projekts. Für Deutschland beteiligen sich das LAVES, das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) sowie das Julius Kühn-Institut (JKI).
Weitere interessante Artikel:
Erfolgreiche Zusammenarbeit: Ukrainische Delegation zu Gast im LAVESFachlicher Austausch über Ländergrenzen hinweg – ukrainische Vertreter/-innen besuchen das LAVES zum „Deutsch-Ukrainischen Agrarpolitischen Dialog“ (APD Ukraine). Seit 2014 besteht der Dialog der beiden Länder zur Förderung des Agrarsektors und der nachhaltigen Entwicklung der ländlichen Räume. mehr

