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Mellitah Oil and Gas, ein Joint Venture von Eni und der National Oil Corporation (NOC), gab den Abschluss der Hebe- und Installationsarbeiten neuer Module für das Gasgewinnungsprojekt im Offshore-Feld Bouri bekannt. Die Module wiegen über 5.200 Tonnen. Dies teilte das Unternehmen gestern in einer Pressemitteilung mit. Laut Mellitah ist dies die zweite erfolgreiche Schwerlasthebung im Feld Bouri im Rahmen des Plans zur Beendigung des Gasabfackelns. Zuvor war im Oktober letzten Jahres das Gaskompressionssystem auf der Offshore-Plattform Sabratha installiert worden.
Die neuen Anlagen auf der vierten Plattform des Feldes sollen die gesamte Gasförderkapazität der Bouri-Plattformen ausschöpfen, die auf rund 120 Millionen Kubikfuß pro Tag (ca. 3,4 Millionen Kubikmeter pro Tag) geschätzt wird. Konkret zielt das Projekt darauf ab, das Begleitgas, das zusammen mit dem Öl gefördert wird und teilweise während der Offshore-Förderung unkontrolliert abgefackelt wurde, zu gewinnen und aufzubereiten. Das Projekt ist Teil der Umweltstrategie der NOC, bis 2030 die Abfackelung vollständig zu beenden und so die Emissionen aus der Verbrennung von überschüssigem Gas zu reduzieren. Gleichzeitig soll die Gasverfügbarkeit für den libyschen Inlandsmarkt, insbesondere für die Stromerzeugung, erhöht werden.
Das Unternehmen erklärte, dass nach Abschluss der Hebearbeiten die technischen Teams mit dem Anschluss und der Modernisierung der neuen Module an die bestehenden Systeme begannen – „unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards“. Mellitah nutzt außerdem die geplante Stilllegung der Plattformen, die am 17. Mai begann und voraussichtlich einen Monat dauern wird, um allgemeine Wartungsarbeiten durchzuführen und die Steuerungssysteme im Zuge der neuen Projekterweiterungen zu modernisieren. Gestern besuchte der italienische Botschafter in Libyen, Gianluca Alberini, zusammen mit Vertretern der italienischen Botschaft die Offshore-Plattform Bouri und bezeichnete das Projekt als „konkretes Beispiel für die Energie- und Industriekooperation“ zwischen Italien und Libyen. Die Offshore-Arbeiten werden mit Unterstützung des Kranschiffs Saipem 7000 durchgeführt, einem der weltweit größten Kranschiffe für die Installation von Offshore-Energieinfrastruktur.
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