Bevor die Teilnehmer:innen mit ihren Kursen und der Berufsausbildung beginnen, absolvieren sie eine umfassende Sexualaufklärung. So erwerben junge Frauen relevantes Wissen und lernen mehr über ihre sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte. Einschließlich ihres Rechts, Nein zum Sex zu sagen.
Besondere Tabuthemen und sprechen
„Wenn Mädchen ihre Rechte kennen, sinkt das Risiko, dass sie ausgebeutet werden, sobald sie ein unabhängigeres, selbstständiges Leben führen“, sagt Oyama Ndlovu, Projektleiterin bei Plan International Simbabwe. „Das gibt ihnen Selbstvertrauen und hilft ihnen, sich zu schützen.“
Die Plan-Teams führen mit ihren lokalen Partnern auch Hausbesuche durch. Diese bieten nicht nur Jugendlichen mit Behinderungen Unterstützung, sondern auch deren Eltern. Die Familien erhalten beispielsweise Informationen über positive Erziehung sowie die sexuellen und reproduktiven Rechte junger Menschen mit Behinderungen.
In Simbabwe sind Behinderung und Sexualität nach wie vor Tabuthemen. Fairmore sagt, dass in ihrer Gemeinde eine Frau, die ein behindertes Kind zur Welt bringt, oft als „verflucht“ gilt. „Die Menschen glauben, dass ein ,verfluchtes‘ Kind keine Zukunft hat und niemals heiraten kann“, sagt sie. „Sogar Kirchen diskriminieren Menschen mit Behinderungen.“