Ein ermutigender Besuch und Zeichen der Solidarität

Wie wichtig der Besuch der Rottenburger Delegation in der Epachie Adigrat darum auch gerade unter den herrschenden Bedingungen ist, zeigt die Herzlichkeit des Empfangs und die große Freude über den Besuch von Bischof Dr. Krämer, Heinz Detlef Stäps und Juliane Hernandez durch das Empfangskommitee am Flughafen in Mekelle. Bischof Tesfaselassie Medhin, eine Abordnung der Daughters of Charity, der Ursuline Sisters der Salesianer sowie Dr. Atsbaha Ghebre-Selassie, Projektkordinator der Diözese Adigrat für Hilfsprojekte und langjähriger Misereor-Mitarbeiter, waren aus Adigrat und Mekelle zur Begrüßung angereist.

Für die Katholikinnen und Katholiken vor Ort ist der Besuch ein wichtiges Zeichen der Solidarität, der Liebe und vor allem der Hoffnung. Seit 2000 hat die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Bistum Adigrat in rund 20 Projekten unterstützt: in sozialen Programmen, Bildungsarbeit, Armenspeisung, Mütterprogramme, Wasserversorgung, Gesundheitsprogrammen, Stromversorgung und im Priesterseminar. Wie wichtig die Unterstützung ist, verdeutlicht Schwester Medhin Tesefay von den Sisters of Charity: Rund 1.2 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes vertrieben in rund 140 Notunterkünften in der Region. „Nach wie vor sterben die Menschen. Es mangelt an Essen, an medizinischer Versorgung – an allem. Es geht um Leben und Tod. Frauen leiden unter den Folgen von Vergewaltigung, Menschen leben auf der Straße in unvorstellbarer Armut und unter schwierigsten Verhältnissen“.