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Das kommt überraschend! Der neue Ghana-Trainer Carlos Quieroz (73) hat seinen WM-Kader festgelegt. Und scheint dabei nicht auf Bundesliga-Spieler setzen zu wollen. Einer der Namen, die überraschend fehlen: Unions Derrick Köhn (27). Der hatte letztes Jahr noch den Verband gewechselt, um bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko dabei sein zu können.
Erst im November 2025 debütierte Köhn für Ghana bei einem Freundschaftsspiel gegen Japan. In der vorherigen Länderspielpause im Oktober hatte die Fifa dem Verbandswechsel noch nicht zugestimmt. Ghana qualifizierte sich ohne Köhn für die WM. Der Eiserne erzählte damals: „Dass der ghanaische Fußballverband alles dafür tut, damit ich irgendwie doch reinrutschen kann, wenn die Fifa antwortet.“
Ex-Ghana-Coach Otto Addo (50) schwärmte von Anfang an für den ghanaisch-deutschen Spieler. Mit dem vollzogenen Verbandswechsel schien Köhns WM-Teilnahme nichts mehr im Weg zu stehen. Außer Ghanas Trainerwechsel. Im April musste Addo gehen, Quieroz übernahm.
Nicht nur Köhn muss zu Hause bleiben
Neben Köhn sind auch Neu-Mainzer Ransford Königsdörffer (24), Darmstadts Patric Pfeiffer (26) und Jan Gyamerah (30) von Aufsteiger Elversberg nicht berücksichtigt. Königsdörffer war erst im März in die ghanaische Nationalmannschaft zurückgekehrt. Einziger Bundesliga-Spieler im ghanaischen Aufgebot: Jonas Adjetey (22).
Überraschend: Adjetey spielt bei Absteiger VfL Wolfsburg. Hat dort aber seit März kein Spiel mehr absolviert. Quieroz scheint dem Innenverteidiger trotzdem weiter zu vertrauen.
Nur ein Unioner zur WM
Die Nichtberücksichtigung Köhns heißt auch: Nur ein Unioner fährt zur WM. Rani Khedira (32) ist für Tunesien nominiert. Der Bruder von Weltmeister Sami Khedira (39) hatte sich erst Anfang des Jahres entschieden, für die Nordafrikaner zu spielen, gab im März gegen Haiti sein Debüt. Leopold Querfeld (22) dagegen wurde von Ralf Rangnick (67) weniger überraschend nicht für den österreichischen Kader berücksichtigt. Querfeld hatte es bei der Nationalmannschaft schon seit Längerem schwer.