Algerien steht offenbar kurz vor dem Erhalt seiner ersten russischen Su-34M-Kampfflugzeuge. Auf Aufnahmen, die von der russischen Regierung verbreitet wurden, sind zwei Maschinen in den Farben und mit den Hoheitszeichen der algerischen Luftwaffe zu sehen.

Gesteuert wurden sie bereits von algerischen Piloten. Damit deutet vieles darauf hin, dass Ausbildung und Vorbereitung abgeschlossen sind. Die Übergabe steht offenbar unmittelbar bevor, wie die spanische Tageszeitung „El Espanol“ berichtet.

Für Spanien ist das keine ferne Entwicklung. Die neuen Jets wären nur rund 200 Kilometer vom spanischen Festland entfernt stationiert – an der engsten Stelle zwischen beiden Ländern. Mit Blick auf die Exklave Melilla verringert sich dieser Abstand sogar auf 135 Kilometer.

Große Reichweite und schwere Bewaffnung

Bei der Su-34M handelt es sich um einen schweren Jagdbomber russischer Bauart. Nach Angaben von „El Espanol“ zählt das Modell zu den reichweitenstärksten Flugzeugen seiner Klasse weltweit. Die Maschine wurde so gebaut, dass sie große Mengen Treibstoff in ihren eigenen Tanks mitführen kann. Dadurch bleibt sie auch ohne zusätzliche Außentanks über lange Strecken einsatzfähig und kann zugleich mehr Waffen tragen.

Das Flugzeug eignet sich für längere Patrouillen sowie auch für Angriffe auf weit entfernte Ziele. Selbst Aufklärungsaufgaben in großer Distanz seien denkbar. Laut dem Bericht kann die Überführungsreichweite sogar 8000 Kilometer erreichen, auch wenn solche Werte nur unter günstigen Bedingungen ohne schwere Kampflast erreichbar seien.

Modernisierung der Luftwaffe

Die neuen Maschinen gehören zu einem breiteren Modernisierungskurs der algerischen Luftwaffe. Bereits Ende zuvor hatte das Land offenbar den russischen Kampfjet Su-57 erhalten, wie der „Aviationist” berichtet. Nun soll die Su-34M ältere Su-24 schrittweise ersetzen. Von diesem Typ hat Algerien seit Jahren zahlreiche Maschinen im Bestand. Algerien rüstet seine Streitkräfte seit längerem auf. Insgesamt stiegen die Militärausgaben im Jahr 2025 auf rund etwa 21,7 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 11 Prozent entspricht.